Pfandflaschensammler im Gleisbereich: Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl

(Symbolbild)

Ein 57-jähriger Mann ist am 1. November 2026 gegen 05:50 Uhr im Gleisbereich des S-Bahnhofs Landwehr aufgegriffen worden. Er war dort unterwegs, um nach Pfandflaschen zu suchen — eine lebensgefährliche Situation, denn zur gleichen Zeit fand im S-Bahnhof Regelbetrieb statt. Züge hätten jederzeit auf den betroffenen Gleisen verkehren können.

Ein aufmerksamer Bahnreisender erkannte die Gefahr und alarmierte die Polizei. Die Bundespolizei ordnete daraufhin Stromabschaltungen und Streckensperrungen an, bis sichergestellt war, dass sich niemand mehr im Gleisbereich aufhielt. Eine Videosichtung bestätigte später, dass der Mann tatsächlich dort gewesen war.

Zeugen berichteten, dass sich der 57-Jährige in Richtung eines Gartens neben den Gleisen entfernt hatte. Dort stellten die Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei ihn schließlich in einem Zelt fest. Bei einem anschließenden Präventionsgespräch über die Gefahren im Gleisbereich gab der Mann zu, dass er auf Pfandflaschensuche war. Die Polizei stellte seine Identität fest.

Bei der fahndungsmäßigen Überprüfung seiner Papiere kam ans Licht: Der Deutsche war per Haftbefehl gesucht. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Kiel suchte ihn wegen Subventionsbetrugs. Der 57-Jährige hatte eine geforderte Geldstrafe von 825 Euro nicht bezahlt und war untergetaucht. Nun muss er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 55 Tagen verbüßen.

Ein freiwilliger Alkoholtest ergab einen Wert von 0 Promille. Ein Arzt bestätigte die Gewahrsamsfähigkeit des Mannes. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 57-Jährige in eine Haftanstalt gebracht.

Die Hamburger Bundespolizei warnt eindringlich vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen. Der Aufenthalt im Gleisbereich ist nicht nur verboten, sondern auch lebensgefährlich. Triebfahrzeugführer können nicht ausweichen, und die Bremswege von Zügen sind oft zu lang, um ein Erfassen von Personen noch zu verhindern. Besonders kritisch: Der Mann hielt sich auch direkt an den Stromschienen im S-Bahnbereich auf. Diese führen 1.200 Volt Gleichstrom — eine Berührung ist lebensgefährlich und kann tödlich enden.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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