Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mainz häufen sich in den vergangenen Monaten Betrugsanzeigen im Zusammenhang mit der Onlineplattform Kleinanzeigen.de. Besonders Phishing-Betrügereien, bei denen Täter versuchen, an sensible Daten oder Geldvermögen ihrer Opfer zu gelangen, führen vermehrt zu Strafanzeigen.
Die Betrüger arbeiten nach einem bewährten Schema: Nach einer Kontaktaufnahme über die Verkaufsplattform schicken sie vermeintliche Zahlungs- oder Versandlinks per Chat, E-Mail oder Messenger. Diese Links führen auf täuschend echt gestaltete Internetseiten, auf denen die Geschädigten ihre Bank-, Kreditkarten- oder Zugangsdaten eingeben sollen. In anderen Fällen kontaktieren die Täter ihre Opfer telefonisch und bewegen sie zur Freigabe von Transaktionen oder zur Herausgabe von Sicherheitscodes. Mit den so erlangten Daten richten sie erhebliche Vermögensschäden an.
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz informiert ebenfalls über die wachsende Bedrohung und veranstaltet zusammen mit der Verbraucherzentrale ein kostenloses Webseminar. Anmeldungen sind unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/webseminare-rlp möglich.
Die Polizei empfiehlt folgende Schutzmaßnahmen: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und prüfen Sie eingehende E-Mails und Nachrichten ausführlich, bevor Sie darauf reagieren. Nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Zahlungs- und Kommunikationswege der Verkaufsplattform. Öffnen Sie keine Links, die Ihnen von unbekannten Personen über Chat oder Messenger zugesandt werden. Überprüfen Sie Internetadressen sorgfältig – kleine Abweichungen können auf gefälschte Seiten hinweisen. Geben Sie niemals persönliche Zugangsdaten, TANs, Freigabecodes oder Kreditkartendaten über Links aus Nachrichten oder Chats ein. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen, denn Betrüger erzeugen häufig künstliche Dringlichkeit. Brechen Sie den Kontakt ab, wenn Ihnen ein Angebot oder eine Zahlungsabwicklung ungewöhnlich vorkommt. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Konto- und Kreditkartenumsätze und informieren Sie bei Verdacht umgehend Ihre Bank.
Wer vermutet, Opfer eines Phishing-Betrugs geworden zu sein, sollte unverzüglich sein Kreditinstitut benachrichtigen, gegebenenfalls Passwörter ändern und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Kontakt: Polizeipräsidium Mainz, Pressestelle, Telefon 06131/65-30022, E-Mail ppmainz.presse@polizei.rlp.de
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