Polizei baut illegale Cannabisplantage aus abgebrannter Zechhalle ab

(Symbolbild)

In Siegen-Eiserfeld hat die Polizei am Dienstag (12. Mai) eine illegale Cannabisplantage aus einer abgebrannten Lagerhalle eines stillgelegten Zechbetriebs abgebaut. Die Feuerwehr hatte die Plantage am vergangenen Sonntag bei den Löscharbeiten entdeckt.

Mit Schutzanzügen und Atemmasken bauten zahlreiche Kriminalbeamtinnen und -beamte die Plantage ab, die sich über mehrere Räume in dem Hallenkomplex erstreckte. Die Ermittler sicherten insgesamt eine hohe dreistellige Zahl von Cannabispflanzen sowie das elektrische Equipment der Anlage. Wie viele Pflanzen die Plantage ursprünglich umfasste, lässt sich schwer einschätzen, da zahlreiche Pflanzen dem Feuer zum Opfer fielen.

Bevor die Kriminalpolizei die Halle betreten konnte, hatte der Messzug der Feuerwehr eine entsprechende Überprüfung durchgeführt. Das THW hatte die zu betretenden Bereiche im Vorfeld freigeräumt und gesichert. Seit dem Brandtag wurde der Hallenkomplex rund um die Uhr durch Polizeikräfte bewacht.

Die Polizei ermittelt nun den Wirkgehalt der sichergestellten Pflanzen. Erst dann lassen sich Berechnungen zu dem möglichen Wert der Pflanzen beziehungsweise des Ertrages anstellen. Ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen ist die Frage, wer für den Betrieb des Cannabisanbaus verantwortlich ist.

Parallel liefen die Ermittlungen zur Brandursache. Nach derzeitigem Stand dürfte ein technischer Defekt brandursächlich gewesen sein.

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