Die Polizei Bremen hat eine mögliche Gefährdungslage abgewendet. Am Dienstag, 23. Juni, vollstreckten Spezialkräfte einen Durchsuchungsbeschluss gegen einen 28 Jahre alten Mann aus Somalia, bei dem mehrere Messer sichergestellt wurden. Der Verdächtige soll islamistisch motivierte Anschlagspläne gegen Polizeiwachen oder Polizeikräfte gehegt haben.
Die Ermittlungen begannen vor wenigen Wochen, nachdem die Bremer Polizei Hinweise auf den Mann erhielt. Der 28-Jährige ist seit 2015 in Deutschland und verfügt über eine gültige Aufenthaltserlaubnis. In der Vergangenheit war er mehrfach polizeilich aufgefallen. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass der Mann ein erhöhtes Aggressionspotenzial aufwies. Ende April 2026 soll er Holzpfähle in Richtung eines Polizeiwagens geworfen haben.
Auf Antrag der Polizei Bremen ordnete das Amtsgericht Bremen die Durchsuchung an. Bei der Vollstreckung leistete der Mann keinen Widerstand. Er wurde zur Identitätsfeststellung, zur Befragung mit Dolmetscher und zur psychiatrischen Untersuchung in Gewahrsam genommen. Anschließend ordnete der sozialpsychiatrische Krisendienst seine zwangsweise Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung an, da eine Gefährdung anderer Personen nicht ausgeschlossen wurde.
Bei der Durchsuchung stellte die Polizei mehrere Messer und Datenträger sicher. Diese werden derzeit ausgewertet. Parallel dazu prüfen die zuständigen Behörden aufenthaltsrechtliche Maßnahmen gegen den Mann. Die Ermittlungen dauern an.