In Mitwitz im Landkreis Kronach hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die in einen Schockanruf-Betrug verwickelt sein sollen. Eine 61-jährige Frau erkannte die Masche, informierte die Behörde und half bei einem Überraschungscoup.
Am Dienstagmittag hatten sich Unbekannte telefonisch als Polizeibeamte ausgegeben. Sie behaupteten, eine rumänische Einbrecherbande sei in der Nachbarschaft unterwegs gewesen und der Name der Frau sei auf einer bei den Tatverdächtigen gefundenen Liste aufgetaucht. Die Anrufer fragten nach Bargeld und Wertgegenständen und empfahlen, diese zur Sicherheit bei der Polizei abzugeben. Im Laufe des Gesprächs wurde die Frau mehrfach an vermeintliche Polizeibeamte und Staatsanwälte weitergeleitet. Die Betrüger setzten sie unter Druck und meldeten sich unter anderem mit einer österreichischen Rufnummer. Dann beendeten sie das Gespräch und kündigten an, am folgenden Tag erneut anzurufen.
Die 61-Jährige aber erkannte den Betrug und verständigte die echte Polizei in Kronach. Am Mittwochmorgen, als sich die Täter tatsächlich erneut meldeten und eine Übergabe vereinbarten, legte sie statt Geld oder Wertgegenständen ein Buch in einen Stoffbeutel. Parallel informierte sie die Polizei.
Bei der fingierten Übergabe in Mitwitz nahmen die Beamten einen 41-Jährigen fest, der den Beutel entgegennahm.
Eine Zivilstreife bemerkte daraufhin ein kurz zuvor weggefahrenes Fahrzeug mit tschechischem Kennzeichen. Beamte stoppten den BMW in unmittelbarer Nähe. Der 43-jährige Fahrer zeigte offenbar Anzeichen von Drogenkonsum. Ein Urintest bestätigte den Verdacht auf THC-Einfluss, weshalb die Polizei ihm Blut entnahm. Die Beamten stellten den BMW sicher und nahmen den Fahrer fest.
Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt. Es besteht der Verdacht, dass die beiden Männer miteinander in Verbindung stehen.
Betrugsfälle im Landkreis Kronach: der Vergleich mit Land und Bund
Im Landkreis Kronach zählte die Polizei 2025 220 Betrugsfälle, das sind 341 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis besser als im Landesschnitt, wo 444 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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