In den frühen Morgenstunden des Donnerstags hat die Polizei einen von rund hundert Personen besetzten Hörsaal an der Universität Kassel geräumt. Gegen 03:30 Uhr begannen Einsatzkräfte aus ganz Hessen, die Versammlung aufzulösen. Die Räumung dauerte bis etwa 06:30 Uhr.
Am Mittwochmittag waren etwa hundert Personen in den Hörsaal eingedrungen und hatten ihn widerrechtlich besetzt. Die Universitätsleitung stellte daraufhin Strafantrag wegen Hausfriedensbruch. Trotz mehrfacher Aufforderung durch die Polizei verließen die Personen das Gebäude nicht freiwillig.
Zum Zeitpunkt der Räumung befanden sich noch knapp 50 Personen im Hörsaal. Viele widersetzten sich erheblich den polizeilichen Maßnahmen und mussten mit körperlicher Gewalt aus dem Gebäude entfernt werden. Bei den Einsatzmaßnahmen wurden sechs Polizeibeamte leicht verletzt.
Spezialkräfte der Polizei für Höhenintervention kamen ebenfalls zum Einsatz. Sechs Personen hatten sich auf einen innenliegenden Fenstersims in etwa fünf Meter Höhe gesetzt und wurden von dort sicher zu Boden gebracht und aus dem Saal begleitet.
Nach der Räumung wurden 44 Personen nach Identitätsfeststellung wieder entlassen. Gegen drei Personen aus dem Kreis der Besetzer wurden Strafanzeigen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte gestellt. Gegen alle 47 Personen wird zudem wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Hessische Versammlungsfreiheitsgesetz ermittelt.
Die Versammlung war am Mittwoch anlässlich einer Entscheidung über die Abschaffung der sogenannten Zivilklausel entstanden. Rund 200 Personen hatten an ihr teilgenommen. Etwa 40 Personen blieben über Nacht auf dem Campusgelände und setzten ihren Protest fort.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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