Das Polizeipräsidium Rheinpfalz führt vom 15. bis 21. Juni 2026 eine Schwerpunktkontrollwoche gegen Alkohol und Drogen am Steuer durch. Die Aktion ist Teil des europaweiten ROADPOL-Netzwerks, das die Zahl der Verkehrsunfallopfer senken will.
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 verdeutlicht die Notwendigkeit der Kontrollen: Bei 537 Verkehrsunfällen waren berauschende Mittel ursächlich für den Unfall. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben und 53 wurden schwer verletzt. Im Vorjahr 2024 hatte es noch 620 vergleichbare Unfälle gegeben.
Bei alkoholbedingten Unfällen verzeichnete die Polizei einen Rückgang von 12,5 Prozent – von 527 Unfällen 2024 auf 460 im Jahr 2025. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei drogenbedingten Unfällen aus: Hier sank die Zahl um 24,3 Prozent von 107 auf 81 Fälle.
Besonders nach der Teillegalisierung von Cannabis sieht die Polizei weiterhin Aufklärungs- und Kontrollbedarf. Vielen Betroffenen sei nicht bewusst, dass Drogen abhängig von der Substanz, der Stoffwechseltätigkeit und der Konsumhäufigkeit noch längere Zeit nachweisbar seien und die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen können.
„Wer unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmenden“, warnt das Polizeipräsidium. ROADPOL koordiniert europaweit nationale Aktionen zur Durchsetzung der Verkehrsvorschriften und führt über das Jahr verteilt verkehrspolizeiliche Schwerpunktkontrollen durch. Der Slogan des Netzwerks lautet: „Grenzen überschreiten, um Leben zu retten!“