Bei einem Einsatz wegen Zechbetrugs in einem Lokal in der Karl-Marx-Straße in Neukölln haben Polizisten gegen zwei sich wehrende Männer Elektroschockgeräte eingesetzt. Vier Beamte wurden dabei verletzt, einer musste den Dienst beenden.
Eine Zeugin hatte die Polizei gegen 22 Uhr alarmiert, nachdem es in dem Lokal durch eine fünfköpfige Gruppe zu Zechbetrug, Hausfriedensbruch und Bedrohungen gekommen sein soll. Die Polizisten stellten vor Ort drei Männer im Alter von 25, 30 und 31 Jahren fest und überprüften ihre Personalien.
Als die Beamten dem 25-Jährigen und dem 30-Jährigen Handschellen anlegen wollten, wehrten sich beide Männer. Da es auch unter Anwendung unmittelbaren Zwangs nicht möglich war, die Handfesseln anzulegen, setzten die Polizisten nach vorheriger Androhung jeweils ein Distanz-Elektroimpulsgerät durch Aufsetzen auf den hinteren Oberschenkel ein. Anschließend wurden die Männer gefesselt und festgenommen.
Die beiden Festgenommenen erlitten leichte Verletzungen, von denen ein Mann am Einsatzort ambulant behandelt wurde. Drei Polizistinnen und Polizisten wurden leicht verletzt und blieben im Dienst. Eine weitere Polizeibeamtin erlitt eine Knieprellung und beendete im Anschluss ihren Dienst. Die drei Männer wurden in Gewahrsam gebracht, um sie einem Haftrichter vorzustellen.