Im nördlichen Oberbayern starten junge Polizistinnen und Polizisten eine Präventionskampagne gegen Wohnungseinbrüche. Am 12. Oktober 2026 klingeln Beamtinnen und Beamte der Bereitschaftspolizeien Dachau und Eichstätt zwischen 16 Uhr und 19 Uhr an Haustüren im Präsidialbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Sie verteilen Informationsmaterial und beraten Bürgerinnen und Bürger persönlich, wie sie ihr Zuhause besser vor Einbruchskriminalität schützen können.
Ein Wohnungseinbruch bedeutet für Betroffene nicht nur materielle Verluste. Solche Vorfälle hinterlassen oft erhebliche psychische Belastungen, unter denen viele Opfer lange zu leiden haben. Deshalb macht die Polizei regelmäßig mit Präventionsarbeit und Aufklärung auf das Thema aufmerksam.
Erfreulich ist ein Erfolg der bisherigen Kampagnen: Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord sank die Wohnungseinbruchskriminalität um 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – erstmals seit 2022 ein Rückgang. Doch wie die Polizei betont: Jeder einzelne Einbruch ist einer zu viel.
So machen Sie es Einbrechern schwer
Die Polizei empfiehlt folgende Verhaltensweisen: Schließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit ab. Gekippte Fenster lassen sich leicht öffnen und sind für Einbrecher kein Hindernis. Ziehen Sie Haustüren nicht nur zu – versperren Sie sie. Hinterlassen Sie auch bei längerer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck: Halten Sie Rollläden tagsüber offen, sorgen Sie dafür, dass der Briefkasten regelmäßig geleert wird, und nutzen Sie Licht, um Ihre Anwesenheit zu suggerieren.
Besonders empfohlen wird die kostenfreie kriminalpolizeiliche Fachberatung vor Ort. Dort erfahren Sie individuell, wie Sie Ihr Zuhause durch technische Vorkehrungen besser schützen können. Die Polizei bittet außerdem alle Bürgerinnen und Bürger, wachsam zu bleiben und verdächtige Wahrnehmungen zu melden.
Viele Einbrüche scheitern
Landesweit blieb es 2025 bei 47,1 Prozent der Wohnungseinbrüche beim Versuch, bundesweit bei 44,9 Prozent. Aufgeklärt wurden 23,1 Prozent der 3.803 Fälle — deutlich besser als bundesweit, wo die Quote bei 14,1 Prozent liegt.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Bayern
Auch aus Bayern:
Mehr Polizeimeldungen: