Polizei warnt: Fünf essenzielle Tipps beim Kauf gebrauchter E-Autos

(Symbolbild)

Die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos ist im Juni 2026 um etwa 53 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, während das Angebot im gleichen Zeitraum um zehn Prozent sank. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes warnt daher vor Betrügern und gibt fünf konkrete Tipps für einen sicheren Kauf.

Der Batteriezustand ist bei Elektrofahrzeugen entscheidend, lässt sich aber von außen nicht erkennen. Käufer sollten daher aktiv einen Nachweis über den «State of Health» der Batterie verlangen. Innerhalb eines Jahres hat sich der Anteil von Inseraten mit Batterie-Zertifikat von knapp acht auf 19 Prozent mehr als verdoppelt – allerdings fehlt ein solcher Nachweis noch immer als flächendeckender Standard. «Wer ein gebrauchtes Elektroauto kauft, sollte den Batteriezustand genauso sorgfältig prüfen wie den Kilometerstand bei einem Verbrenner und bestenfalls ein Batterie-Zertifikat verlangen», erklärt Silvia Schattenkirchner, Leiterin Verbraucherrecht beim ADAC und Sprecherin der Initiative.

Auch die angegebene Reichweite sollte realistisch eingeordnet werden: Fahrweise, Außentemperatur sowie Heizung oder Klimaanlage beeinflussen die tatsächliche Reichweite deutlich. Als batterieschonend gilt ein Ladebereich zwischen 20 und 80 Prozent. Kaufinteressierte sollten konkret nachfragen, wie weit das Fahrzeug im Alltag kam, wie es überwiegend geladen wurde und ob der Akku regelmäßig sehr voll oder sehr leer gefahren wurde. Zusätzlich ist wichtig: Ist das Auto schnellladefähig – und welche Ladeleistung unterstützt es an AC- und DC-Ladepunkten?

Viele Hersteller gewähren eine Batterie-Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern, die meist greift, wenn die nutzbare Kapazität unter 70 Prozent fällt. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell. Käufer sollten prüfen: Wie viel Restgarantie besteht noch? Ist sie auf Folgebesitzer übertragbar? Welche Voraussetzungen – etwa eine lückenlose Wartungshistorie – gelten? Relevante Angaben sollten schriftlich festgehalten werden. Der ADAC stellt eine kostenfreie Kaufvertragsvorlage für gebrauchte Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Neben der Batterie entscheidet auch die Ausstattung über den Alltagsnutzen: Navi mit Ladeplanung, Sitz- oder Lenkradheizung und Wärmepumpe sind besonders gefragt. Im Juni 2026 wurde die Wärmepumpe dreimal häufiger als Suchfilter genutzt als im Vorjahresmonat. Käufer sollten außerdem prüfen, ob alle Ladekabel und Zubehörteile vollständig vorhanden sind und ob Serviceheft, Prüfprotokolle und bekannte Mängel, Rückrufe oder technische Änderungen offengelegt wurden.

Beim Onlinekauf sollten Interessierte auf typische Betrugssignale achten: gefälschte Dokumente, Phishing-Mails, verschwiegene Fahrzeughistorien oder Aufforderungen zur Vorkasse. «Bei unrealistisch günstigen Angeboten, fehlender Dokumentation zum Fahrzeug oder der Weigerung, eine unabhängige Prüfung zuzulassen, sollten Kaufinteressierte besonders aufmerksam sein», warnt Julia Christiani von der Polizeilichen Kriminalprävention. Weitere Informationen und Sicherheitstipps sind auf der Webseite der Initiative «Sicherer Autokauf im Internet» unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/sicherer-autokauf/ zu finden.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz (Claude von Anthropic) erstellt. Die Daten stammen aus zuverlässigen Quellen, der Text wurde maschinell generiert und redaktionell geprüft.

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