Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg warnt vor betrügerischen Angeboten im Internet, bei denen junge Menschen dazu verleitet werden, ihre Bankkonten für fremde Geldtransaktionen zur Verfügung zu stellen. Über soziale Medien und Messenger-Dienste werden potenzielle Opfer mit vermeintlich einfachen Verdienstmöglichkeiten kontaktiert.
Den Betroffenen wird Geld dafür versprochen, dass sie Überweisungen auf ihr Girokonto empfangen, dieses Geld abheben oder auf andere Konten weiterleiten. Teilweise fordern die Täter auch Bankkarten, PINs, Passwörter oder Zugangsdaten an. Was als unkomplizierter Nebenverdienst dargestellt wird, birgt jedoch erhebliche finanzielle und strafrechtliche Risiken.
Hinter solchen Angeboten verbergen sich sogenannte Finanzagenten- oder «Money-Mule»-Modelle. Das über die Konten abgewickelte Geld stammt häufig aus Betrugsstraftaten. Die angeworbenen Personen werden dadurch zur Schnittstelle für die Weiterleitung illegal erlangter Gelder – ohne es zu wissen oder zu wollen. Sie machen sich dadurch selbst strafbar.
Besonders Jugendliche fühlen sich von der Aussicht auf schnelles und leicht verdientes Geld angezogen. Die Polizei betont jedoch deutlich: Das eigene Girokonto darf niemals für fremde Geldtransaktionen genutzt werden. Das Abheben oder Weiterleiten von Geld für unbekannte Personen kann erhebliche strafrechtliche Konsequenzen haben.
Die Beamten raten insbesondere jungen Menschen, bei Angeboten wie «schnell Geld verdienen», «Provision für Überweisungen» oder «Geld verdienen mit deinem Konto» äußerst vorsichtig zu sein. Bankkarten, PINs, Passwörter und Zugangsdaten sollten unter keinen Umständen an andere Personen weitergegeben werden.
Wer bereits auf ein solches Angebot eingegangen ist oder verdächtige Geldtransaktionen über das eigene Konto abgewickelt hat, sollte nicht versuchen, die Angelegenheit eigenständig zu regeln. Betroffene sollten unverzüglich ihre Bank benachrichtigen und Anzeige bei der Polizei erstatten. Der Kontakt zu den Personen hinter dem Angebot sollte dokumentiert werden – die Nachrichten und Chats sollten nicht vorschnell gelöscht werden, da sie als Beweismittel dienen.
Der Merksatz der Polizei lautet: Dein Konto ist kein Nebenjob.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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