Polizei warnt vor Betrügern mit Spendenlisten in Hoya

(Symbolbild)

In Hoya ist eine Frau am Mittwoch, den 14. Oktober 2026, gegen 14.30 Uhr auf dem Parkplatz «Am Bahnhof 1» von einem unbekannten Mann angesprochen worden, der sich als Spendensammler ausgab. Die Frau meldete den Vorfall erst Tage später der Polizei.

Der Mann hielt der Frau ein Klemmbrett vor, auf dem sich eine Spendenliste befand. Darauf wurde sinngemäß um Unterstützung für ein angebliches Taubstummenzentrum in Hoya gebeten. Die Liste trug bereits mehrere Namen und Geldbeträge. Während des Gesprächs umarmte der Mann die Frau mehrfach.

Dieses Verhalten ist typisch für eine bekannte Betrugs- und Diebstahlsmasche: Die Täter nutzen gefälschte Unterschriftenlisten für erfundene oder angeblich regionale Einrichtungen und Vereine. Sie wollen damit Vertrauen aufbauen, Mitgefühl wecken und Vorwände für körperliche Nähe schaffen – etwa beim vermeintlichen Bedanken mit einer Umarmung.

In diesem Fall spendete die Frau kein Geld. Sie stellte auch fest, dass aus ihren Sachen nichts entwendet worden war. Eine Anzeige erstellte sie nicht.

So schützen Sie sich vor dieser Masche

Die Polizei empfiehlt: Halten Sie zu fremden Personen Abstand und verbitten Sie sich körperliche Nähe oder Umarmungen sofort energisch. Lassen Sie sich von vorgelegten Listen oder angeblichen Notlagen nicht unter Druck setzen – seriöse Organisationen sammeln in der Regel nicht auf der Straße Bargeld. Achten Sie darauf, dass Werber offenkundige Dienstkleidung tragen und einen offiziellen Dienst- oder Werberausweis mit Foto vorzeigen.

Tragen Sie Geldbörsen, Handys und andere Wertsachen eng am Körper und vorzugsweise in verschlossenen Innentaschen. Seien Sie aufmerksam, wenn Sie von Fremden angetippt, nach dem Weg gefragt oder in ein Gespräch verwickelt werden. Informieren Sie die Polizei bei verdächtigen Feststellungen oder Aufdringlichkeiten. Falls Sie bereits Geld gespendet haben und nachträglich Zweifel an der Seriosität der Aktion bekommen, melden Sie sich bei der Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Kontakt: Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 05021/9212-104


Betrugsfälle im Landkreis Nienburg (Weser): der Vergleich mit Land und Bund

Im Landkreis Nienburg (Weser) zählte die Polizei 2025 1.115 Betrugsfälle, das sind 918 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis schlechter als im Landesschnitt, wo 740 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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