Mit der dunklen Jahreszeit steigt die Gefahr von Wohnungseinbrüchen deutlich an. Die Polizeiinspektion Harburg nutzt den bundesweiten Tag des Einbruchschutzes am 25. Oktober 2026, um Bürgerinnen und Bürger für die Gefahren zu sensibilisieren und über wirksame Schutzmaßnahmen zu informieren.
Wenn die Tage kürzer werden, haben es Einbrecher leichter: Bereits am späten Nachmittag lässt sich häufig erkennen, ob ein Haus oder eine Wohnung unbewohnt ist. Ein Wohnungseinbruch bedeutet für die Betroffenen oft weit mehr als nur den Verlust von Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen. Besonders schwer wiegt das Gefühl, in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher zu sein. Die Verletzung der Privatsphäre kann das Sicherheitsgefühl der Opfer nachhaltig beeinträchtigen.
So machen Sie es Einbrechern schwer
Jeder kann etwas tun, um das Einbruchsrisiko zu reduzieren. Die Polizeiinspektion Harburg empfiehlt:
Schließen Sie Haus- und Wohnungstüren immer ab – auch wenn Sie Ihr Zuhause nur kurz verlassen. Gekippte Fenster sind offene Fenster: Schließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren vollständig. Licht wirkt auf Einbrecher abschreckend. Beleuchten Sie insbesondere die nicht einsehbaren Gebäudeseiten und die Gebäuderückseite. Sorgen Sie für eine gute Einsehbarkeit, besonders auf der Rückseite – die Täter scheuen das Entdeckungsrisiko.
Sichern Sie Leitern, Mülltonnen und andere Gegenstände, die als Aufstiegshilfen dienen könnten. Nutzen Sie Zeitschaltuhren oder intelligente Beleuchtung, um Ihr Zuhause auch bei Abwesenheit bewohnt erscheinen zu lassen. Achten Sie auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Ihrer Nachbarschaft und informieren Sie die Polizei bei konkreten Verdachtsmomenten.
Vermeiden Sie öffentliche Urlaubsankündigungen in sozialen Netzwerken. Einbruchhemmende Türen, Fenster und Zusatzsicherungen erschweren das gewaltsame Eindringen erheblich und sind daher wirksam.
Mechanische Sicherungen sind besonders wichtig: Widerstandsfähige Türen und Fenster können dazu führen, dass ein Einbruchsversuch abgebrochen wird. Die Polizei empfiehlt, beim Neubau oder bei Modernisierungen frühzeitig auf geprüfte einbruchhemmende Sicherungstechnik zu setzen. Auch bestehende Gebäude lassen sich durch geeignete Nachrüstungen besser schützen.
Eine aufmerksame Nachbarschaft leistet einen wertvollen Beitrag zum Einbruchschutz. Wer verdächtige Beobachtungen macht, sollte nicht zögern, die Polizei zu verständigen. Bei einer akuten Gefahr oder einem gerade stattfindenden Einbruch gilt: Notruf 110 wählen. Wichtig ist, verdächtige Personen nicht selbst zu verfolgen oder zur Rede zu stellen.
Die Polizeiinspektion Harburg bietet Bürgerinnen und Bürgern eine kostenlose und produktneutrale Beratung zum Einbruchschutz an. Wenden Sie sich an Kriminalhauptkommissar Carsten Bünger, Beauftragter für Kriminalprävention, Tel. 04181/285-108 oder E-Mail carsten.buenger@polizei.niedersachsen.de. Er informiert über geeignete Sicherungsmöglichkeiten und zeigt auf, wie sich Wohnungen und Wohnhäuser wirksam schützen lassen.
Die Polizeiinspektion Harburg appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis: Nutzen Sie die Zeit, um Ihr Zuhause mit den Augen eines Einbrechers zu betrachten. Prüfen Sie Türen und Fenster, beseitigen Sie mögliche Schwachstellen und informieren Sie sich über wirksamen Einbruchschutz. Denn jede zusätzliche Sicherung kann entscheidend sein. Weitere Tipps finden Sie unter www.k-einbruch.de.
Einbrüche in Niedersachsen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 7.984 Wohnungseinbrüche, das sind 100 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Niedersachsen fast genauso wie der Bundesdurchschnitt, wo 99 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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