Die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch warnt vor einer Häufung von Schockanrufen. Täter geben sich dabei als Polizeibeamte aus und behaupten, dass ein Angehöriger – häufig das eigene Kind – einen schweren oder tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe.
Mit dieser erfundenen Geschichte setzen die Betrüger ihre Opfer unter massiven emotionalen und zeitlichen Druck. Im weiteren Verlauf wird dann häufig die Zahlung einer Kaution oder die Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen gefordert. Ziel der Kriminellen ist es, an das Vermögen ihrer Opfer zu gelangen.
Die Polizei betont: Sie fordert am Telefon niemals die Übergabe von Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen.
So schützen Sie sich:
Legen Sie sofort auf und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Rufen Sie den vermeintlich betroffenen Angehörigen selbst unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer an. Geben Sie niemals persönliche oder finanzielle Informationen am Telefon preis und übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
Lassen Sie sich nicht von einer angezeigten Telefonnummer täuschen – auch diese kann manipuliert sein. Informieren Sie die Polizei bei einem verdächtigen Anruf unter 110. Wenn Sie bereits Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, wenden Sie sich ebenfalls umgehend an die Polizei.
Ein wichtiger Tipp: Sprechen Sie mit älteren Angehörigen, Freunden und Bekannten über diese Betrugsmasche. Eine frühzeitige Sensibilisierung kann helfen, im entscheidenden Moment richtig zu reagieren. Nehmen Sie sich die Zeit, die Situation zu überprüfen, und sprechen Sie mit einer Vertrauensperson darüber, bevor Sie handeln.
Die Entwicklung in Delmenhorst
2024 zählte die Polizei in Delmenhorst 675 Betrugsfälle, 2025 waren es 728 — 7,9 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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