Die Hamburger Polizei hat Mitte der vergangenen Woche einen Waffenschieberring gesprengt. Bei Durchsuchungen in Moorfleet und Neuallermöhe am Mittwoch, 15. Juli 2026, beschlagnahmten Einsatzkräfte sechs scharfe Schusswaffen, mehrere Schreckschusswaffen sowie Waffenteile, Werkzeuge und pyrotechnische Gegenstände. Zwei verdächtige Männer wurden verhaftet.
Den Ermittlungen zufolge sollen ein 17-jähriger polnischer Staatsangehöriger sowie ein 19-Jähriger deutscher Staatsangehörigkeit unter anderem Schreckschusswaffen zu scharfen Waffen umgebaut und anschließend gewinnbringend weiterverkauft haben. Ein dritter Verdächtiger, ein 20-jähriger Deutscher, war bei den Durchsuchungen nicht anzutreffen.
Umfangreiche Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden, die sich auch auf vorangegangene Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz stützten, hatten die Verdächtigen ins Visier gebracht. Das Amtsgericht erließ daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle gegen die Beschuldigten.
Die Durchsuchungen führte die Fachdienststelle für Waffen- und Sprengstoffdelikte (LKA 75) durch, unterstützt vom Staatsschutz, der Bergedorfer Kriminalpolizei, dem Polizeikommissariat Bergedorf sowie drei Diensthunden. Die 17 und 19 Jahre alten Verdächtigen wurden in ihren Wohnungen in Neuallermöhe festgenommen und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt, wo ihnen die Haftbefehle verkündet wurden.
Das LKA 75 und die Staatsanwaltschaft Hamburg führen die Ermittlungen gemeinsam fort.