Polizist bei Geschwindigkeitskontrolle von Auto erfasst und mehrere Meter geschleudert

Ein Polizeibeamter ist am Dienstagabend in Roth bei einer Geschwindigkeitskontrolle von einem Pkw erfasst und mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden. Der 39-jährige Beamte trug bei dem Vorfall glücklicherweise nur leichtere Verletzungen davon und wurde zur Beobachtung auf die Intensivstation eines Krankenhauses aufgenommen.

Gegen 22:15 Uhr führten mehrere Beamte der Polizeiinspektion Roth in der Allersberger Straße Verkehrskontrollen durch. Die Messstelle befand sich auf einer Staatsstraße mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h im Stadtgebiet. Der 39-jährige Polizist fungierte als Anhalter und trug dabei eine Warnweste sowie einen beleuchteten Anhaltestab, um Fahrzeuge zum Anhalten zu bewegen. Zwei weitere Beamte führten parallel Geschwindigkeitsmessungen mit einem Laser-Handmessgerät durch, während ein uniformierter Streifenwagen und ein Laserstativ an der Kontrollstelle positioniert waren.

Ein 33-jähriger rumänischer Autofahrer näherte sich der Messstelle in einem Skoda mit etwa 50 km/h. Als der Polizist dem Fahrer mit dem beleuchteten Anhaltestab die Anhaltung zur Verkehrskontrolle signalisierte, reagierte dieser nicht und passierte die Messstelle ohne zu bremsen. Der Beamte, der sich einige Meter hinter der Kontrollstelle befand, versuchte erneut, durch das beleuchtete Anhaltestab auf sich aufmerksam zu machen. Der Pkw-Fahrer reduzierte seine Geschwindigkeit nicht und fuhr stattdessen auf den Polizisten zu. Dieser versuchte noch auszuweichen, wurde jedoch erfasst und etwa fünf bis sechs Meter weit auf einen angrenzenden Grünstreifen geschleudert.

Der Skoda-Fahrer stoppte unmittelbar nach dem Aufprall. Die anwesenden Beamten begannen sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Der verletzte Polizist wurde durch den Rettungsdienst an der Unfallstelle erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Bei Atemalkoholtests des Fahrers zeigte sich ein Wert von 0,0 mg/l. Tests auf drogentypische Ausfallerscheinungen verliefen ebenfalls negativ. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass der 33-Jährige den Beamten aus bislang ungeklärten Gründen nicht wahrgenommen hatte. Es gibt keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Tat. Die Polizeiinspektion Hilpoltstein führte die Unfallaufnahme durch und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall gegen den Fahrer ein.

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