Ein aufmerksamer Postbote hat in Bielefeld einen Betrugversuch durchkreuzt und der Polizei damit entscheidende Hinweise geliefert. Am Samstag, 16. Mai 2026, war ein 39-jähriger Zusteller auf seiner Route in der Ravensberger Straße unterwegs und sollte ein Paket mit einer multifunktionalen Küchenmaschine zustellen.
Vor einem Haus nahe der Teutoburger Straße wartete bereits ein unbekannter Mann auf den Postboten. Dieser präsentierte einen Ausweis mit dem Namen des eigentlichen Empfängers und wollte das Paket in Empfang nehmen. Doch der Zusteller schöpfte Verdacht: Er kannte alle Bewohner des Hauses persönlich und wusste, dass dieser Mann dort nicht wohnte. Statt das Paket auszuhändigen, fotografierte er den Unbekannten und meldete den Vorfall sofort der Polizei.
Die Ermittlungen offenbarten den Betrugsversuch: Die Personaldaten, die auf dem Paket vermerkt waren, existierten nicht. Der Mann hatte dem Postboten einen gefälschten Ausweis vorgelegt. Mit Hilfe des Fotos gelang es Kriminalbeamten schließlich, den Tatverdächtigen zu identifizieren. Am Freitag, 17. Juli 2026, konnte der Mann im Polizeipräsidium als ein 41-jähriger, polizeibekannter Bielefelder mit bulgarischer Staatsangehörigkeit identifiziert werden.