Professionelle Einbrecherbande gefasst – über 40 Einbrüche aufgeklärt

Die Bande ging professionell und arbeitsteilig vor. Sie nutzte beispielsweise an den verschiedenen Tatorten auch Wechselkennzeichen für ihre Tatfahrzeuge, die nun sichergestellt werden konnten. Foto: Polizei Osnabrück

Großerfolg für die niedersächsische Polizei: Am gestrigen Dienstag haben Einsatzkräfte der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück eine mutmaßliche Einbrecherbande zerschlagen. Bei koordinierten Durchsuchungen in Rheine, Wettringen und im Kreis Steinfurt konnten die Ermittler den 33-jährigen Hauptverdächtigen festnehmen. Die Haftrichterin ordnete am darauffolgenden Tag Untersuchungshaft an.

Die gestern durchgeführten Maßnahmen erfolgten unter Beteiligung zahlreicher Unterstützungseinheiten der Polizei aus Nordrhein-Westfalen sowie Spezialisten und Diensthunde der Polizeidirektion Osnabrück. Den entscheidenden Zugriff führten Spezialkräfte der Polizei Niedersachsen durch: Sie stellten den 33-Jährigen widerstandslos an der B70/B54 bei Ahaus in seinem Fahrzeug. Das Ermittlungsverfahren wird von der Staatsanwaltschaft Osnabrück – Zentralstelle für organisierte und bandenmäßige Wohnungseinbruchskriminalität – geführt und befasst sich mit dem Verdacht des bandenmäßigen schweren Wohnungseinbruchsdiebstahls und der Hehlerei.

Rund 40 Einbrüche werden der Bande nach bisheriger Einschätzung zugeordnet. Die Taten erstreckten sich über ein großes geografisches Gebiet: Der Kreis Steinfurt und das Münsterland waren Schwerpunkte, doch auch eine umfangreiche Einbruchserie im Emsland mit Taten in Lingen, Wietmarschen und Emsbüren gehört dazu. Hinzu kommen Einbrüche in der Grafschaft Bentheim, dem Landkreis Cloppenburg und in Hessen, möglicherweise auch weitere Taten im übrigen Bundesgebiet.

Die Täter gingen nach Erkenntnissen der Ermittler professionell und organisiert vor. Sie teilten ihre Aufgaben untereinander auf und setzten beispielsweise an verschiedenen Tatorten Wechselkennzeichen für ihre Fahrzeuge ein. Nach den Einbrüchen verkauften sie ihre Beute gewinnbringend weiter – unter anderem über Großhändler.

Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten umfangreiches Diebesgut: Schmuck, Uhren, Münzen, Taschen, Bargeld, Mobiltelefone, Funkgeräte, Bankschließfachschlüssel, Autokennzeichenpaare, Laptops, einen Rucksack mit Einbruchswerkzeug und ein Mietfahrzeug. Die erste grobe Schätzung des sichergestellten Diebesguts und weiterer Vermögenswerte beläuft sich auf rund 100.000 Euro.

Die Zentrale Kriminalinspektion führt die intensiven Ermittlungen seit Februar 2026. Den Grundstein für den Erfolg legte zuvor die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim. „Ein toller Erfolg im Kampf gegen Wohnungseinbrecher und gleichzeitig ein guter Tag für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Denn dank der intensiven Ermittlungsarbeit konnten wir dieser professionellen Tätergruppierung den Garaus machen“, kommentiert Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, den Erfolg.

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