Am Sonntag gegen 22.40 Uhr haben sich am Busbahnhof Markan zwei alkoholisierte Männer im Alter von 29 und 31 Jahren eine Prügelei geliefert. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen wechselseitiger Körperverletzung gegen beide ein. Der 29-Jährige wurde von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.
Ebenfalls am Sonntag beschädigte ein Unbekannter in einer Tiefgarage am Stapel einen Feuerlöscher, indem er diesen entleerte. Der Sprühnebel verteilte sich auch auf geparkten Fahrzeugen in der Garage. Ein Pkw-Halter entdeckte die Verschmutzung, als er gegen 17.45 Uhr zu seinem Wagen kam. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung sowie wegen Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 9199-0 entgegen.
Ein deutlich dreisterer Fall zeigt sich bei einer Betrugsserie, vor der die Polizei nun warnt: Ein Altenaer wandte sich am Freitag an die Polizei, da ein Bekannter wegen seiner Goldkette beim österreichischen Zoll festgehalten werde und eine Kaution zahlen müsse. Der Mann wollte seinem Freund helfen und das Geld überweisen. Seine Bank lehnte die Überweisung jedoch ab. Selbst als der Altenaer persönlich in der Bankfiliale erschien, weigerten sich die Mitarbeiter. Sie warnten ihn davor, betrogen zu werden, und schickten ihn zur Polizei, um dort eine Bescheinigung über die vermeintliche Festnahme zu beschaffen.
Die Polizeibeamten konnten diese Bitte nicht erfüllen – doch sie erkannten schnell, worum es wirklich geht: Das ist ein Fall von Lovescam, einer perfiden Betrugsmethode, die sich in sozialen Netzwerken ausbreitet. Der Altenaer hatte den vermeintlichen Bekannten über Facebook kennengelernt. Der ganze Kontakt fand ausschließlich über Facebook und WhatsApp statt – ein persönliches Treffen gab es nie. Der Mann vermittelte allerdings nicht den Eindruck, dass er selbst an einen Betrug glaubt.
Die Masche funktioniert immer nach dem gleichen Schema: Betrüger knüpfen über soziale Netzwerke oder Single-Börsen Kontakt zu ihren Opfern, geben vor, Freundschaft oder sogar Liebe zu empfinden, und behaupten dann plötzlich, irgendwo auf der Welt in einer Notlage zu stecken. Die Szenarien sind dabei grenzenlos erfunden – ob Unfall, Krankheit, Zollprobleme oder finanzielle Probleme. Sobald das Opfer einmal Geld überweist, wird es systematisch bis zum letzten Cent ausgenommen. Die Polizei rät: Spätestens wenn es um Geldtransfers geht, sollten Menschen äußerst misstrauisch werden und genaue Nachforschungen anstellen. Foto-Kontrollen über Google-Bildersuche können Klarheit bringen, ob die übersandten Bilder wirklich vom vermeintlichen Bekannten stammen.