Radlader-Fahrer unter Drogen, verletztes Kind, Bahnchaos: Drei Polizeieinsätze im Heidekreis

Wer den Unfall verursacht hat, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Soltau/Bad Fallingbostel – Gleich drei Vorfälle beschäftigten die Polizeiinspektion Heidekreis am Dienstag und Mittwoch, 28. und 29. April 2026: In Soltau fuhr ein unter Drogen stehender und nicht im Besitz eines Führerscheins befindlicher Mann mit einem Radlader gegen eine Hausmauer, in Bad Fallingbostel wurde ein 10-jähriger Junge bei einem Unfall leicht verletzt, und am Bahnhof Soltau sorgte ein aggressiver Schwarzfahrer für eine kurzzeitige Sperrung des Bahnhofs.

In der Seilerstraße in Soltau kollidierte am Mittwoch gegen 18:00 Uhr ein Radlader mit der Außenmauer eines Wohn- und Geschäftshauses. Die Bauarbeiten liefen noch, als die Einsatzkräfte eintrafen und einen 29-jährigen Mann am Steuer des Fahrzeugs antrafen. Er gab an, den Unfall nicht verursacht zu haben und das Fahrzeug lediglich zurückgesetzt zu haben – wer tatsächlich beim Rangieren mit der Hauswand kollidierte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Bei der Überprüfung des Mannes reagierte ein Drogenvortest positiv auf Amphetamin, Methamphetamin und THC. Zudem besitzt der 29-Jährige keinen Führerschein. Gegen ihn wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet. Die Höhe des entstandenen Schadens steht noch nicht fest. Ob die Statik des Gebäudes beeinträchtigt ist, prüft der Eigentümer.

In Bad Fallingbostel wurde am Mittwoch gegen 16:15 Uhr ein 10-jähriger Junge bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt. Ein 31-jähriger Autofahrer befuhr die Vogteistraße aus Richtung Quintusstraße und wollte in eine Einfahrt einbiegen. Dabei querte er den Gehweg, auf dem der Junge mit seinem Fahrrad in gleicher Richtung unterwegs war. Der Autofahrer erkannte das Kind noch und bremste bis zum Stillstand ab, der Junge konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig reagieren, sodass es zum Zusammenstoß kam. Er musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Am Dienstagabend kurz vor 22:00 Uhr kam es am Bahnhof Soltau zu einem Polizeieinsatz. Ein 28-jähriger Mann hatte sich zuvor in einem Zug aggressiv verhalten, nachdem er ohne gültigen Fahrschein unterwegs gewesen war. Auch gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten zeigte er sich weiterhin aggressiv, sodass er fixiert werden musste. Der Zugverkehr wurde für kurze Zeit unterbrochen und der Bahnhof vorübergehend gesperrt. Eine Gefahr für Unbeteiligte bestand zu keiner Zeit. Der Mann wurde zunächst zur Polizeidienststelle nach Soltau gebracht und nach ärztlicher Begutachtung wieder entlassen. Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Erschleichens von Leistungen.

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