Radolfzell: 81-Jähriger verliert mehrere tausend Euro bei Phishing und Telefonbetrug

(Symbolbild)

Ein 81-Jähriger aus Radolfzell ist Opfer einer ausgefeilten Betrugsmethode geworden, bei der Phishing-Aktivitäten einem Telefonbetrug vorausgingen. Am Freitag, 4. September 2026, erbeutet ein Betrüger mehrere tausend Euro vom Konto des Seniors.

Den Anfang machte eine gefälschte E-Mail: Am Freitagvormittag erhielt der Mann eine Nachricht, die vorgab, vom Steuerportal ELSTER zu stammen. Darin wurde er aufgefordert, seine Stammdaten zu aktualisieren. Der Link in der E-Mail führte auf eine täuschend echte Kopie der ELSTER-Webseite. Besonders tückisch: Beim Öffnen der manipulierten Seite trugen sich die vom Täter benötigten Daten automatisch ein – der Browser hatte sie in seinen Autofill-Optionen gespeichert. Das Passwortfeld zeigte nur Sternchen an, was den Senior nicht stutzig machte. Er bestätigte die Daten.

Am selben Freitagabend rief ein angeblicher Mitarbeiter der Volksbank an. Der Unbekannte behauptete, auf den Konten des Mannes seien verdächtige Buchungen festgestellt worden. Durch geschicktes Reden gewann er das Vertrauen des Seniors und brachte ihn dazu, Zugangsdaten und PINs zu mehreren Bankkonten preiszugeben.

Mit diesen Informationen handelte der Betrüger schnell: Er erhöhte zunächst das Überweisungslimit eines Kontos, dann überwies er 7.000 Euro auf ein fremdes Konto. Außerdem buchte er Geld von einem weiteren Konto auf eines der übrigen Konten des Geschädigten um. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen kam es bei diesem zweiten Betrag zu keinem weiteren Abfluss.

Der Senior wurde schließlich misstrauisch und rief die Polizei an.

Warnung vor dieser Masche

Die Polizei Konstanz warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Sicherheitsratschläge: Seriöse Banken rufen Kunden nie unaufgefordert an und fordern nie Passwörter oder die Installation von Fernwartungssoftware an. Links in unerwarteten E-Mails, die zur Eingabe von persönlichen Daten, Bankverbindungen oder Zugangsdaten auffordern, sollten niemals angeklickt werden. Internetseiten von Banken, Behörden oder Steuerportalen sollten grundsätzlich selbst über die bekannte Adresse aufgerufen werden, niemals über Links aus E-Mails oder SMS. Am Telefon sollten Zugangsdaten, Passwörter oder PINs niemals weitergegeben werden. Unbekannten Personen darf kein Fernzugriff auf Mobiltelefon, Tablet oder Computer gewährt werden. Sensitive Daten sollten sparsam im Browser gespeichert werden – Autofill-Funktionen bieten zwar Komfort, stellen aber bei manipulierten Seiten oder unbefugtem Gerätezugriff ein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch im Zweifelsfall beendet und über eine bekannte Rufnummer selbst Kontakt mit der Bank aufgenommen werden. Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte sofort die Bank und danach die Polizei informieren.

Weitere Informationen zu Betrugsprävention finden sich auf der Webseite der Polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps.


Wie die Nachbarkreise dastehen

Im Landkreis Konstanz kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 532 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen im Bodenseekreis aus: 505 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 661.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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