Am Kyffhäuser-Denkmal in Thüringen ist es am Sonntag zu einem Polizeieinsatz gekommen, nachdem Mitglieder der Reichsbürger-Gruppierung „Freies Thüringen“ gegen die Hausregeln des Denkmals verstoßen hatten. Die Polizeiinspektion Kyffhäuser rückte mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Thüringen aus.
Auslöser war eine angemeldete Kundgebung unter dem Motto „Der große Freiheitslauf“ auf dem Parkplatz des Denkmals, an der insgesamt 55 Teilnehmer beteiligt waren. Viele von ihnen gehörten zum organisierten Freiheitslauf, der über mehrere Etappen vom Hambacher Schloss bis zum Berliner Reichstag führen soll.
Noch vor Beginn der Kundgebung mussten Polizisten am Eingang zum Denkmal eingreifen. Der Sicherheitsdienst hatte mehrere Besucher aufgefordert, das Gelände zu verlassen, weil diese entgegen den Hausregeln ihre politische Meinung auf dem Gelände geäußert hatten. Am Kyffhäuser-Denkmal sind jegliche politische Willensbekundungen untersagt.
Zwei Besucher widersetzten sich den polizeilichen Maßnahmen, ein weiterer Besucher drohte den Polizisten. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Besuchergruppe der Gruppierung „Freies Thüringen“ zuzuordnen ist und nach vorliegenden Erkenntnissen der Reichsbürgerszene angehört.
Die Polizisten leiteten mehrere Strafverfahren ein und fertigten Ordnungswidrigkeitsanzeigen.