Reizgas in Discothek versprüht – Großeinsatz in Lintig

(Symbolbild)

In der Nacht zum Sonntag, 6. September 2026, kam es in einer Discothek in Lintig zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Gegen 02:25 Uhr versprühte jemand in dem Lokal eine stark reizende Substanz – vermutlich Pfefferspray. Die Discothek war zu diesem Zeitpunkt mit mehreren hundert Personen voll besetzt.

Viele Besucher klagten daraufhin über Atemwegsreizungen, Schwindel und teilweise Ohnmacht. Wegen der zunächst unklaren Lage und der unbekannten Anzahl möglicher Verletzter löste der Rettungsdienst einen sogenannten Massenanfall an Verletzten (eine Notfall-Einsatzlage für viele Verletzte auf einmal) aus. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort und führten Begutachtungen und Behandlungen durch.

Nach bisherigem Stand wurden insgesamt sechs Personen verletzt: vier leicht und zwei schwer. Alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Für die Angehörigen der Besucher richtete der Rettungsdienst eine Sammelstelle an der Rettungswache in der Lintiger Straße ein, von wo aus die Personen nach und nach abgeholt werden konnten.

Durch Zeugenhinweise identifizierte die Polizei einen 19-jährigen Mann aus Loxstedt als Tatverdächtigen. Er wurde vorläufig festgenommen, aber nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen, da Haftgründe fehlten. Die Ermittlungen laufen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der Einsatz endete gegen 06:00 Uhr. Während dieser Zeit war die Lintiger Straße (L116) vollständig gesperrt, es gab aber keine nennenswerten Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Polizeiinspektion Cuxhaven lobte die professionelle Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Rettungsdienst und dem Betrieb sowie die kooperative Haltung der Besucher und Angehörigen.


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 262 gefährlichen und schweren Körperverletzungen im Landkreis Cuxhaven konnte die Polizei 2025 223 aufklären, das sind 85,1 Prozent. Damit steht unser Kreis fast genauso wie das Land, wo 85,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 80,5 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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