Im Rhein-Sieg-Kreis hat die Polizei bei Verkehrskontrollen innerhalb von weniger als acht Stunden drei Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die entweder keinen gültigen Führerschein besaßen oder unter Drogeneinfluss unterwegs waren.
Den Anfang machte am Donnerstagabend, 2. Juli, gegen 20.20 Uhr ein 54-jähriger BMW-Fahrer auf der Alfred-Delp-Straße in Troisdorf. Bei der Kontrolle konnte der Mann keinen gültigen Führerschein vorzeigen. Auf Nachfrage der Beamten gab er zu, am Morgen einen Joint geraucht zu haben. Ein anschließender Drogentest bestätigte den Cannabis-Konsum. Der 54-Jährige musste die Polizeiwache aufsuchen und dort eine Blutprobe abgeben. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Doch nicht nur der Fahrer muss sich verantworten – auch die Halterin des BMW, eine 42-Jährige, hat mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen, da sie erlaubte, dass ein Mann ohne Führerschein ihr Auto fuhr.
Knapp drei Stunden später, um 23.10 Uhr, kontrollierten Polizisten auf der Arnold-Janßen-Straße in Sankt Augustin eine 31-jährige Autofahrerin. Diese konnte zwar einen gültigen Führerschein vorlegen, doch in ihrem Wagen roch es intensiv nach Cannabis. Die Frau behauptete, ihr letzter Drogenkonsum liege mehrere Monate zurück. Ein Drogentest widersprach dieser Aussage deutlich. Auch sie musste eine Blutprobe abgeben. Bis zum Abschluss der laufenden Ermittlungen ist ihr das Fahren von Kraftfahrzeugen untersagt.
Am frühen Morgen des 3. Juli, gegen 04.15 Uhr, stoppten Beamte einen Mercedes auf der Frankfurter Straße in Hennef. Der 25-jährige Fahrer behauptete, seinen Führerschein zuhause vergessen zu haben. Die Überprüfung ergab jedoch: Der Mann besitzt gar keinen Führerschein. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittler prüfen nun auch, ob der Eigentümer des Kleintransporters die Fahrt erlaubte oder sogar anordnete.
