Rotes Kreuz befürchtet bis zu 100.000 Tote nach Doppelerdbeben in Venezuela

via dts Nachrichtenagentur

Nach dem Doppelerdbeben in Venezuela rechnen Hilfsorganisationen mit bis zu hunderttausend Opfern. Das Österreichische Rote Kreuz teilte diese Zahl am Donnerstagmorgen mit und beschrieb sie als „erste Schätzungen“.

Zum Zeitpunkt des Bebens befanden sich viele Menschen in ihren Häusern, da ein nationaler Feiertag begangen wurde. Dies könnte die hohe Opferzahl erklären. Das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe bleibt jedoch noch unklar. Bislang wurden offiziell nur gut drei Dutzend Tote und etwa 700 Verletzte bestätigt. Aufnahmen aus der Hauptstadt Caracas und anderen Orten zeigen jedoch zahlreiche eingestürzte Gebäude.

In Venezuela wurde unterdessen eine Internetsperre teilweise aufgehoben. Menschen im Land berichteten, dass Zugriff auf Dienste wie X/Twitter seit der Nacht wieder möglich ist. Unklar bleibt, ob die beschädigte IT-Infrastruktur der Grund für die Wiederherstellung war oder ob die Sperrung als bewusste Maßnahme im Rahmen des ausgerufenen Ausnahmezustandes abgeschaltet wurde, um die Kommunikation zu verbessern.

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez nutzte X/Twitter selbst, um auf Beileidsbekundungen und Hilfsangebote aus der ganzen Welt zu antworten. Sie dankte auch US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung: „Wir danken Präsident Donald Trump und seiner Regierung, die in ständigem Kontakt mit den venezolanischen Behörden geblieben sind und dem Volk angesichts der Tragödie, die uns so viel Leid gebracht hat, Unterstützung und Solidarität bekundet haben. Venezuela wird die Hand, die unserem Volk in diesen schweren Zeiten ausgestreckt wurde, niemals vergessen.“

Autor: dts Nachrichtenagentur

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