Saalfeld: 86-Jährige durchschaut Trickbetrüger – Polizei warnt vor Schockanrufen

(Symbolbild)

Eine 86-jährige Frau aus Saalfeld hat am Dienstag, dem 21. April 2026, gegen 15:00 Uhr einen Betrugsversuch erfolgreich vereitelt. Ein Trickbetrüger hatte sie angerufen und sich als Polizeibeamter ausgegeben.

Der falsche Polizist behauptete, ihr Sohn habe soeben einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine schwangere Frau ums Leben gekommen sei. Er erklärte der Seniorin weiter, ihr Sohn müsse nun ins Gefängnis, es sei denn, es werde eine Kaution in Höhe von 50.000 Euro hinterlegt. Auch Schmuck oder andere Wertgegenstände seien akzeptabel, so der Anrufer.

Die 86-Jährige ließ sich jedoch nicht täuschen. Sie hinterfragte die Aussagen des Anrufers und verwickelte ihn in eine Diskussion, bis dieser schließlich genervt auflegte. So kam es zu keiner Übergabe von Geld oder Wertgegenständen. Im Anschluss erstattete die Frau Anzeige bei der Polizei.

Die Landespolizeiinspektion Saalfeld weist darauf hin, dass es aktuell in Thüringen wieder vermehrt zu solchen sogenannten „Schockanrufen“ kommt, bei denen Betrüger insbesondere ältere Menschen unter Druck setzen. Echte Polizeibeamte fordern niemals telefonisch Kautionen.

Die Polizei rät zu Wachsamkeit bei Telefonaten, in denen Geld oder Wertgegenstände gefordert werden. Bei Zweifeln sollten unbedingt Familienangehörige oder die Polizei informiert werden.

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