Sabotage an Stromanlage – NRW-Minister prüft Terror und Linksextremismus

via dts Nachrichtenagentur

Nach einem mutmaßlichen Anschlag auf ein Umspannwerk in Bergheim im Rhein-Erft-Kreis prüfen die Behörden nun zwei konkrete Szenarien. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach am Mittwoch in Düsseldorf von einem „Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage“. Die Ermittler konzentrieren sich dabei auf fremde Mächte als Drahtzieher und auf linksextremistische Gruppen als mögliche Täter. „Nichts davon können wir derzeit ausschließen“, erklärte Reul.

Die Behörden prüfen zudem, ob ein Zusammenhang mit einem ähnlichen Vorfall in Brandenburg besteht. Reul betonte, dass man sich in dieser Frage im „engen Austausch“ befinde.

Der Innenminister machte deutlich, welche Bedeutung solche Ziele haben: Ein Umspannwerk sei ein „Nervenzentrum für unseren Alltag“. Wer ein solches Objekt angreife, richte sich gegen das gesamte Land und seine Wirtschaft.

Bei dem Anschlag kam es zu Ausfällen bei der RWE Power. Die Täter hatten offenbar gezielt einen Kurzschluss herbeigeführt, indem sie Kabel über die Oberleitung brachten.

Bei den Ermittlungen sind bisher nur wenige konkrete Fakten zutage gekommen. Reul rechnet aber damit, dass „im Laufe des Tages auch mehr Details auf den Tisch kommen werden“.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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