Sachsen befindet sich weiterhin im Griff einer schweren Dürre. Die aktuelle Karte des UFZ Dürremonitors vom 9. Mai zeigt große Teile des Freistaats in alarmierendem Rot bis Dunkelrot – ein Zeichen für außergewöhnliche Trockenheit der Böden.

Besonders dramatisch ist die Lage in Ostsachsen und im südlichen Sachsen. Hier herrscht fast flächendeckend extreme Dürre, wie die dunkelroten Bereiche auf der Karte verdeutlichen. Die Region um Dresden, das Erzgebirge und weite Teile der Oberlausitz sind von der schwersten Dürrestufe betroffen. Auch Mittelsachsen zeigt überwiegend rote Färbungen. Lediglich im äußersten Westen Sachsens, an der Grenze zu Thüringen, zeigen sich noch gelbe bis orange Bereiche, die auf eine etwas bessere, aber immer noch kritische Bodenfeuchtesituation hindeuten.
Trotz der beachtlichen Niederschläge der vergangenen Woche von durchschnittlich 62,9 Millimetern hat sich die Dürresituation nicht entspannt. Diese Regenmenge reicht nicht aus, um die tiefen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten und das über Monate aufgebaute Wasserdefizit auszugleichen. Die für die kommenden drei Tage angekündigten nur 4,3 Millimeter Niederschlag werden an dieser Situation kaum etwas ändern – zu gering ist diese Menge im Vergleich zum bestehenden Wasserbedarf der ausgetrockneten Böden.
Für die sächsische Landwirtschaft bedeutet diese anhaltende Trockenheit eine massive Belastung. Ackerkulturen leiden unter Wassermangel, was Ertragsausfälle zur Folge haben kann. Auch die Wälder sind durch die Dürre geschwächt und damit anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer. Die Wasserversorgung steht vor Herausforderungen, da Grundwasserstände und Oberflächengewässer weiter sinken könnten. Besonders in den stark betroffenen östlichen und südlichen Regionen müssen Kommunen und Landwirte mit Wasserknappheit rechnen.
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