Der Landkreis Lüneburg erlebte am Wochenende eine Reihe von Polizeieinsätzen. Im Mittelpunkt stand ein Großbrand in Rassau mit ungewöhnlichem Ausgang: Mehrere Rinder brachen aus und verursachten Schäden auf einem Nachbargrundstück.
Scheunenbrand mit Rettungsaktion
Am Montag, 14. Juli, gegen 07:00 Uhr geriet eine landwirtschaftlich genutzte Scheune in Suhlendorf OT Rassau in Vollbrand. Bei Ankunft der Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr stand das Gebäude bereits in Flammen. Die Feuerwehr war mehrere Stunden lang tätig und konnte eine Ausbreitung des Brandes verhindern. Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurde die Bundesstraße 71 gesperrt. Der Schaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.
Bei der Evakuierung des Viehbestandes konnten drei Bullen befreit werden. Ein viertes Tier blieb zunächst eingeklemmt und musste nachträglich von den Einsatzkräften gerettet werden. Die drei bereits befreiten Rinder liefen auf ein Nachbargrundstück und richteten dort erhebliche Sachschäden an Mobiliar an. Das Veterinäramt und ein Tierarzt halfen bei der anschließenden Einzäunung der Tiere. Personen oder Tiere wurden nicht verletzt. Die Brandermittler prüfen derzeit, ob ein Blitzeinschlag die Ursache des Feuers war.
Verkehrsunfälle mit mehreren Verletzten
Am Sonntag, 13. Juli, ereigneten sich gleich mehrere Verkehrsunfälle in der Region. In Rosche kollidierten gegen 10:00 Uhr auf der Dömitzer Straße/B191 ein Mitsubishi Outlander und ein Seat Leon frontal. Der 59-jährige Fahrer des Mitsubishi erlitt leichte Verletzungen, ebenso die beiden Insassen des Seat Leon. Der Mitsubishi war in den Gegenverkehr geraten. Der Sachschaden wird auf etwa 15.000 Euro beziffert.
In Wustrow kollidierten am Morgen zwei Fahrzeuge frontal auf der Salzwedeler Straße. Ein VW Passat geriet in den Gegenverkehr und stieß dort mit einem Skoda Superb zusammen. Der 23-jährige Verursacher und die 60-jährige Fahrerin des Skoda wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit.
In Bad Bodenteich wurde ein Kind bei einem Parkplatzunfall schwer verletzt. Der VW Passat einer 71-jährigen Fahrerin erfasste das Kind gegen 16:30 Uhr beim Verlassen einer Parklücke. Das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert. Wie die Fahrerin das Kind übersehen konnte, wird untersucht.
In Bad Bevensen kollidierten gegen 14:25 Uhr zwei Fahrzeuge an der Kreuzung Sasendorfer Straße/Landesstraße 252. Ein Ford Fiesta missachtete die Vorfahrt eines Hyundai i20. Es gab keine Verletzten, beide Wagen waren nicht mehr fahrbereit.
Gewalt und Straftaten in Lüneburg
Am Sonntag, 13. Juli, gegen 19:30 Uhr griff ein 52-Jähriger in der Reichenbachstraße einen anderen Mann an. Der Aggressor war alkoholisiert – ein Test zeigte 2,64 Promille. Er erhielt einen Platzverweis. Der zweite Mann war vor Eintreffen der Polizei bereits verschwunden.
Am gleichen Abend, gegen 22:45 Uhr, kontrollierten Polizisten einen 35-jährigen E-Scooter-Fahrer in der Spangenbergstraße. Ein Drogentest war positiv auf Amphetamin. Bei der Kontrolle fanden die Beamten ein Einhandmesser und eine geringe Menge Amphetamin, beides wurde sichergestellt. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt.
In einer Drogerie an der Grapengießerstraße beobachtete ein Kunde gegen 13:35 Uhr zwei Männer, die nacheinander Parfum aus der Auslage nahmen und ohne zu bezahlen das Geschäft verließen. Der Warenwert liegt im niedrigen dreistelligen Bereich. Die Diebe waren weg, bevor das Personal benachrichtigt wurde.
Ein unbekannter Mann trat gegen 23:15 Uhr in der Scharnhorststraße mehrere Außenspiegel von parkenden Autos ab. Zudem warf er eine Mülltonne auf dem Universitätsgelände um. Ein Zeuge sprach den Mann an, dieser flüchtete. Der Täter soll ein auffälliges weißes Tuch über den Schultern getragen haben.
Weitere Vorfälle
In Clenze wurde am 13. Juli, gegen 17:15 Uhr, ein 15-Jähriger mit einem nicht zugelassenen und nicht versicherten Mofa kontrolliert. Die Kennzeichen waren falsch und verändert – sie wurden sichergestellt. Die Erziehungsberechtigten wurden informiert, Strafverfahren eingeleitet.
In Waddeweitz OT Zebelin fand eine Hausbewohnerin am Abend des 13. Juli eine Flasche mit eingetrocknetem Kollodium. Wegen Explosionsgefahr sperrte die Polizei den Bereich ab und evakuierte sechs Personen. Nach Überprüfung durch Spezialisten stellte sich die Menge und Konzentration als ungefährlich heraus.
In Uelzen wurde am 13. Juli in einen Kellerverschlag eingebrochen und drei Fahrräder im Wert von mehreren Hundert Euro gestohlen. Ein Geschädigter meldete, dass eines der Räder in einer Kneipe zum Verkauf angeboten würde. Ein Fahrrad konnte inzwischen sichergestellt werden.
Am 14. Juli, gegen 13:05 Uhr, wich ein Lastkraftwagenfahrer auf der Landesstraße 250 bei Uelzen einem losgerissenen Hund aus, kam von der Fahrbahn ab und das Fahrzeug kippte auf die Seite. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.
Hinweise
Die Polizei Lüneburg nimmt Hinweise zu den Diebstählen und zum Spiegelzerstörer unter Telefon 04131-607-2215 entgegen. Für die Fahrraddiebstähle in Uelzen erreicht man die Polizei unter 0581-930-0.