Die Berliner Polizei und die Staatsanwaltschaft haben einen mutmaßlichen Geldwäsche-Ring zerschlagen. Bei Durchsuchungen in vier Berliner Bezirken und in Brandenburg wurden vier Verdächtige festgenommen, 189 Bankkonten gesperrt und Vermögenswerte im Millionenwert sichergestellt.
Den Beschuldigten – zwei 31-jährige Männer, ein 43-Jähriger und eine 32-jährige Frau – wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Verstöße gegen das Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Berlin und das Landeskriminalamt ermitteln gegen sie seit längerem. Am Einsatztag vollstreckten die Behörden vier Haftbefehle und mehrere Durchsuchungsbeschlüsse.
Nach Erkenntnissen der Ermittler betrieben die Verdächtigen seit 2024 ein weitverzweigtes Firmen- und Kontengeflecht. Sie sollen mit Hilfe portugiesischer Strohpersonen und unter falschen Namen zahlreiche Gesellschaften gegründet oder übernommen sowie Bankkonten eröffnet haben. Über diese Konten leiteten sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhebliche Geldbeträge in mehrstufigen Transaktionsketten weiter – um die tatsächlichen Eigentümer und die Herkunft der Gelder zu verschleiern.
Bei den Durchsuchungen in insgesamt 16 Objekten in Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Brandenburg waren rund 80 Polizistinnen und Polizisten von verschiedenen Dienststellen sowie Beamte der Steuerfahndung beteiligt. Die Staatsanwaltschaft Berlin war bei den Einsätzen vor Ort vertreten.
Die Ermittler stellten umfangreiche Beweismittel sicher. Darunter befanden sich zahlreiche Ausweisdokumente – insbesondere portugiesische Reisepässe sowie teilweise gefälschte Pässe und Identitätskarten – sowie Bankkarten auf verschiedene Namen, Mobiltelefone, Computer und Geschäftsunterlagen.
An Vermögenswerten sicherten die Polizistinnen und Polizisten über 330.000 Euro Bargeld, Goldbarren im Wert von etwa 639.000 Euro, einen Diamanten mit sechs Karat und einem geschätzten Wert von bis zu 110.000 Euro, mehrere hochwertige Luxusuhren, Goldschmuck sowie einen Lamborghini. Auch eine scharfe Schusswaffe mit Munition wurde gefunden. Auf den 189 gesperrten Bankkonten konnten die Behörden Gelder in Höhe von rund zwei Millionen Euro sichern.
Die vier festgenommenen Verdächtigen wurden noch am selben Tag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Tiergarten vorgeführt. Dieser erließ die Haftbefehle und setzte sie in Vollzug. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel und die weiteren Ermittlungen – insbesondere zu den Geldtransaktionen, den beteiligten Gesellschaften und möglichen weiteren Beteiligten – dauern an.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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