Schleswig-Holstein: Deutliche regionale Unterschiede bei der Bodenfeuchte – 9. Juni 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Schleswig-Holstein ein deutlich gespaltenes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der Westen und Nordwesten des Landes normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, herrscht im Osten und Südosten eine schwere Dürre vor.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigen sich markante Unterschiede: Die westlichen und nordwestlichen Landesteile, einschließlich der nordfriesischen Gebiete, weisen normale Bodenfeuchte auf (grüne bis blaue Bereiche). Im zentralen Schleswig-Holstein dominieren ungewöhnlich trockene Verhältnisse (hellgelb), die nach Osten hin in moderate Dürre (orange) übergehen. Der gesamte östliche und südöstliche Teil des Landes ist von schwerer Dürre (rot) betroffen, mit einzelnen Bereichen die extreme Dürre (dunkelrot) erreichen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen 16,2 mm Niederschlag bei durchschnittlich 16°C. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-gleitendes Mittel des träge reagierenden Gesamtbodens darstellt, sind diese jüngeren Niederschläge nur teilweise sichtbar. Der für die kommenden drei Tage erwartete geringe Niederschlag von 6,7 mm wird die angespannte Lage in den östlichen Landesteilen zunächst nicht wesentlich entspannen.

Die schwere Dürre im Osten Schleswig-Holsteins stellt eine deutliche Belastung für die Landwirtschaft dar. Während die westlichen Regionen von der normalen Bodenfeuchte profitieren, sind in den betroffenen östlichen Gebieten Ertragseinbußen und erhöhter Bewässerungsbedarf zu erwarten. Die Forstwirtschaft muss in den rot markierten Bereichen mit verstärktem Trockenstress der Baumbestände rechnen.

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