Mit einem Schockanruf haben Betrüger am 8. September 2026 am Nachmittag ein älteres Ehepaar aus dem Hildesheimer Stadtteil Bockfeld um eine fünfstellige Geldsumme gebracht. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen, denen der Geldabholer aufgefallen sein könnte.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand erhielten die Senioren einen Anruf, in dem sich eine Frau als Mitarbeiterin eines örtlichen Krankenhauses ausgab. Sie teilte ihnen mit, dass sich deren Tochter in der Klinik befinde und lebensbedrohlich erkrankt sei. Im weiteren Gesprächsverlauf betonte ein angeblicher Arzt, dass die Tochter dringend teure Medikamente benötige, die privat bezahlt werden müssten. Um den Druck zu erhöhen, schaltete sich zwischenzeitlich eine weinende weibliche Person ein, die sich als die Tochter ausgab.
Nachdem sich die Geschädigten bereiterklärt hatten, das geforderte Geld vorzustrecken, wurde es von einem angekündigten Boten abgeholt. Nach Angaben der Polizei soll es sich um einen etwa 35 Jahre alten Mann mit einer Körpergröße von etwa 170 Zentimetern handeln. Er hatte eine dunkle Kurzhaarfrisur, war dunkel gekleidet und machte einen gepflegten Eindruck.
Die Polizei Hildesheim bittet Zeugen, denen der Mann zwischen 15 und 16 Uhr im Bockfeld aufgefallen ist, sich zu melden. Gesucht werden auch Hinweise auf ein möglicherweise beteiligtes Fahrzeug, insbesondere im Bereich der Isermeyerstraße. Zeugen können die Polizeiinspektion Hildesheim unter der Telefonnummer 05121/939-115 anrufen.
Wie die Nachbarkreise dastehen
Im Landkreis Hildesheim kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 747 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in der Region Hannover aus: 1.016 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 740.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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