Schockanruf-Betrug in Eschwege: Frau verliert Tausende Euro am Amtsgericht

Betrüger haben am Donnerstagnachmittag mit einem Schockanruf Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro von einer Frau aus Ringgau erbeutet. Die Unbekannten versetzten ihr Opfer mit einer erfundenen Geschichte über einen tödlichen Verkehrsunfall, den angeblich ihr Sohn verursacht haben sollte, derart in Angst und Schrecken, dass sie die Wertsachen in eine Tasche packte und zum vereinbarten Treffpunkt nach Eschwege fuhr.

Gegen 15:00 Uhr erhielt die Frau einen Anruf auf ihrem Festnetzanschluss. Ein Mann, der sich als Polizist vorstellte, erzählte ihr von dem folgenschweren Unfall, für den ihr Sohn verantwortlich sei. Nun drohe ihm eine sofortige Gefängnisstrafe. Nur gegen Zahlung einer hohen Kaution könne er wieder auf freien Fuß gelassen werden. Als die unter Schock stehende Dame daraufhin angab, nicht über so viel Bargeld zu verfügen, forderte der Betrüger sie am Telefon auf, zusätzlich Schmuckstücke zusammenzusuchen.

Die Wertgegenstände packte das Opfer dann in eine Tasche und fuhr auf telefonische Anweisung des angeblichen Polizisten zum Amtsgericht Eschwege in der Friedrich-Wilhelm-Straße. Gegen 16:00 Uhr kam ein Mann zu ihr, während sie noch in ihrem Auto saß, und stellte sich ebenfalls als Polizeibeamter vor. Dieser nahm Geld und Schmuck an sich. Erst als er daraufhin mit den Wertsachen unvermittelt die Flucht ergriff, flog der Schwindel auf.

Bei dem Abholer soll es sich um einen etwa 1,70 Meter großen, jungen Mann mit dunklerem Teint gehandelt haben, der eine Kappe und eine schwarze Jeanshose trug. Die Kriminalpolizei Eschwege sucht nach Zeugen, die den Abholer der Wertsachen beobachtet haben oder anderweitig Hinweise auf die Betrüger geben können. Wer am Donnerstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Übergabeortes beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 05651-9250 bei der Polizei in Eschwege zu melden.

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