Ein betrügerischer Schockanruf hat in Frechen zu einem Geldraub geführt. Am Freitag, 31. Juli, erhielt eine Frechenerin gegen 13 Uhr einen Anruf von jemandem, der sich als Polizist aus Köln ausgab. Der Anrufer behauptete, ein Angehöriger der Frau habe einen folgenschweren Verkehrsunfall in Köln verursacht.
Kurz darauf übernahm eine Person das Gespräch, die sich als Staatsanwalt ausgab. Sie forderte die Frechenerin auf, einen hohen fünfstelligen Geldbetrag zu hinterlegen, um eine Untersuchungshaft des angeblichen Unfallverursachers zu verhindern. Um den Betrug glaubhaft zu machen, forderte der Anrufer zwei Angehörige auf, zum Amtsgericht nach Köln zu fahren, um dem Unfallverursacher seelischen Beistand zu leisten.
Während die Angehörigen unterwegs waren, erschien zwischen 13 und 17 Uhr ein Mann an der Wohnung der Geschädigten in der Johann-Hinrich-Wiechern-Straße. Er holte einen Umschlag mit Bargeld ab. Erst als die Angehörigen vor verschlossenen Türen am Amtsgericht standen und den vermeintlichen Unfallverursacher anriefen, flog der Betrug auf.
Die Polizei Rhein-Erft-Kreis sucht nun den Geldabholer. Es handelt sich um einen etwa 25 bis 30 Jahre alten Mann, etwa 180 Zentimeter groß, mit schwarzen Haaren und kurzem, schwarzem Bart. Zur Tatzeit trug er eine graue Jeans und ein graues T-Shirt.
Hinweise zum Verdächtigen nimmt das Kriminalkommissariat 12 der Polizei Rhein-Erft-Kreis telefonisch unter 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
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