Schockanruf-Betrug in Freudenstadt: Senior um 5.000 Euro gebracht

Symbolbild Seniorin am Telefon

Mit einem perfiden Schockanruf-Trick haben Betrüger einen 69-Jährigen in Freudenstadt um mehrere tausend Euro erleichtert. Die Polizei fahndet nun nach dem Geldabholer und warnt vor dieser Betrugsmasche.

Gegen 11:30 Uhr erhielt der Senior am Donnerstag einen Anruf einer Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Sie behauptete eine dreiste Lüge: Die Enkelin des Mannes habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Zur schockierenden Einleitung übergab die Anruferin das Telefon an die vermeintliche Enkelin – die Betrügerin spielte überzeugend die weinende Angehörige und bestätigte von dem schweren Unfall.

Die Täter steigerten den psychologischen Druck weiter: Sie forderten eine Kaution, um eine Inhaftierung der vermeintlich schuldigen Enkelin abzuwenden. Der verängstigte Senior vertraute den Anrufern und beschaffte das Geld.

Zwischen 14:00 und 15:00 Uhr übergab er an seiner Wohnanschrift im nördlichen Bereich von Freudenstadt insgesamt 5.000 Euro an einen angekündigten Abholer. Dieser entfernte sich anschließend mit dem Bargeld in unbekannte Richtung.

Die Fahnung nach dem Geldabholer läuft. Die Polizei beschreibt ihn als etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 170 Zentimeter groß. Er hatte eine schlanke Statur, kurze schwarze Haare und trug eine schwarze lange Hose sowie ein schwarzes Kurzarmhemd. Ein besonderes Erkennungsmerkmal: Der Mann sprach ausschließlich Russisch.

Die Kriminalpolizei Pforzheim bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht haben oder den beschriebenen Mann identifizieren können, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Nummer 07231 186-4444 zu melden.

Polizei warnt vor Telefonbetrügern

Aus Anlass dieses Falls gibt die Polizei folgende Sicherheitsempfehlungen:

Wenn Sie unsicher sind, wer anruft, wählen Sie die Nummer 110. Nutzen Sie nicht die Rückruftaste, um die Identität des Anrufers zu prüfen – Betrüger manipulieren Telefonnummern perfekt. Legen Sie am besten auf, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen. Rufen Sie stattdessen den Angehörigen unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer an. Sprechen Sie am Telefon grundsätzlich nie über persönliche und finanzielle Verhältnisse. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Ziehen Sie bei Unsicherheit eine Vertrauensperson hinzu oder kontaktieren Sie die Polizei. Weitere Informationen zum Schutz vor Schockanrufen finden Sie unter polizei-beratung.de.

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