In Selm ist eine 88-jährige Frau Opfer eines Schockanrufs-Betrugs geworden. Am Mittwochnachmittag, 30. September 2026, zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr, erhielt sie einen Anruf, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall gehabt haben soll. Um eine Gefängnisstrafe für ihre Tochter zu verhindern, sollte sie eine Kaution zahlen.
Die Seniorin übergab daraufhin Geld und Schmuck im niedrigen fünfstelligen Eurobereich an zwei unbekannte Personen, die kurze Zeit später an ihrer Adresse an der Teichstraße vorbeikamen und die Wertsachen abholten.
Die Kreispolizeibehörde Unna warnt erneut vor dieser Betrugsmasche. Bei Schockanrufen geben sich Täter häufig als falsche Polizeibeamte aus und erfinden Notlagen von Angehörigen, um psychischen Druck auszuüben. Ziel ist es, Angerufene zur Übergabe von Bargeld, Wertgegenständen oder zur Überweisung hoher Geldbeträge zu bewegen.
Die Polizei rät: Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort. Kontaktieren Sie Ihre Familienmitglieder oder Freunde danach selbstständig über bekannte Rufnummern. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Eine gesunde Skepsis und frühzeitige Einbindung von Vertrauenspersonen können wirksam dazu beitragen, Schäden zu verhindern.
Hinweise zur Tat nimmt die Polizei Unna entgegen: Telefon 02303 921 0 oder per E-Mail an poststelle.unna@polizei.nrw.de. Im Verdachtsfall können Sie auch die 110 anrufen.
Die Entwicklung im Landkreis Unna
2024 zählte die Polizei im Landkreis Unna 2.402 Betrugsfälle, 2025 waren es 2.329 — 3,0 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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