Schockanrufer erbeuten Goldschmuck von 87-Jähriger aus Wipperfürth

Symbolbild Seniorin am Telefon

Betrüger haben am Freitag, 17. Juli, eine 87-jährige Frau aus Wipperfürth um Goldschmuck und eine wertvolle Münzsammlung gebracht. Die Masche: Ein Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete, der Sohn der Seniorin habe bei einem Verkehrsunfall einen Menschen tödlich verletzt.

Gegen 15:50 Uhr erhielt die 87-Jährige diesen Anruf. Der Unbekannte schilderte, dass ihr Sohn nun in Untersuchungshaft sitze und nur gegen Zahlung einer Kaution freigelassen werden könne. Die verängstigte Frau bot daraufhin ihre Wertsachen an – Goldschmuck und Münzen im hohen fünfstelligen Wert.

Nach dem Telefonat endete das Gespräch. Zwischen 17:00 und 17:30 Uhr klingelte es dann an der Haustür der Seniorin. Ein Mann, der sich als Mitarbeiter des Amtsgerichts ausgab, holte die Wertsachen ab. Die Frau übergab Goldschmuck und Münzen in einer roten Leinentasche. Der Unbekannte entfernte sich anschließend zu Fuß über die Ostlandstraße.

Die 87-Jährige beschrieb den Mann als etwa 30 Jahre alt, 1,80 bis 1,90 Meter groß und von schlanker Statur. Er trug ein weißes, kurzärmliges Hemd und eine dunkle Hose. Das dunkle, lockige, kurz rasierte Haar an den Seiten und das nordafrikanische Erscheinungsbild prägten sich der Seniorin ein.

Die Polizei Gummersbach warnt eindringlich vor dieser Betrügerei-Masche. Die Kriminellen nutzen emotionale Notlagen aus und erzeugen Druck, um ihre Opfer – meist ältere Menschen – zur Übergabe von Geld oder Wertsachen zu bewegen. Dabei geben sie sich als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Richter aus und erfinden Szenarien schwerer Unfälle oder Straftaten von Angehörigen.

Die Polizei rät: Beenden Sie sofort Telefonate mit Geldforderungen und rufen Sie die 110 an. Versuchen Sie, die betreffende Person selbst zu erreichen, um die Angaben zu überprüfen. Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse und übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte – auch nicht an vermeintliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Banken.

Hinweise zum Täter nimmt die Kriminalpolizei Gummersbach unter Telefon 02261 8199-0 oder per E-Mail an poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.

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