Schüler verteilen Dankettel bei Verkehrskontrolle in Paderborn

Autofahrende, die sich ordnungsgemäß an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten haben, erhielten dabei als Lob einen "Dankzettel" von den an der Aktion teilnehmenden Kindern. Im Gegenzug gab es von den Kindern einen nett gemeinten "Denkzettel" bei Verstößen.

Mit einem ungewöhnlichen Projekt haben Grundschüler und die Polizei Paderborn am 1. Juli Autofahrer an die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen erinnert. Bei der Aktion «Dank- und Denkzettel» kontrollierten Beamte des Verkehrsdienstes und der Verkehrssicherheitsberatung den Schatenweg an der Hauptschule Mastbruch in Paderborn-Schloss Neuhaus.

Die Schülerinnen und Schüler der Josefsgrundschule Mastbruch hatten im Unterricht Bilder mit positiven und negativen Smileys gestaltet – sogenannte Denk- und Dankzettel – und verteilten diese während der Kontrollen selbst an die Autofahrer. Die Polizei führte die Geschwindigkeitsmessungen an zwei Zeitfenstern durch: morgens zwischen 07:30 Uhr und 08:45 Uhr sowie zwischen 11:15 Uhr und 12:30 Uhr.

Zur Schulöffnungszeit verhängten die Beamten vier Verwarngelder wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen und schrieben eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. In der Abholzeit war deutlich weniger Verkehr auf dem Schatenweg unterwegs – hier musste nur ein Autofahrer ein Verwarngeld bezahlen.

Das Konzept der Aktion war ausgefallen: Wer sich korrekt an das Tempolimit hielt, bekam von den Kindern einen «Dankzettel» als Lob überreicht. Autofahrer mit Verstößen erhielten dagegen einen «Denkzettel» – und führten anschließend gemeinsam mit der Polizei und den Schülern ein Gespräch. Dadurch sollten die Gefahren, denen Kinder im Straßenverkehr ausgesetzt sind, verdeutlicht werden. Nach Angaben der Polizei kam die Aktion bei allen Beteiligten sehr gut an.

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