Nach Schüssen auf ein Mehrfamilienhaus in Köln-Bilderstöckchen hat die Polizei am Mittwochmorgen einen 23 Jahre alten Tatverdächtigen in Köln-Höhenhaus festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Beamten eine Pistole, eine Sturmhaube und mehrere Autokennzeichen.
Die Festnahme erfolgte gegen 6 Uhr am Goslarer Weg im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens dänischer Behörden. Ermittler durchsuchten mit Unterstützung von Spezialeinheiten die Wohnung des Mannes, gegen den in Dänemark ein Verfahren läuft. Dort wird ihm vorgeworfen, im April 2026 in der Nähe von Kopenhagen an einem versuchten Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein.
Während Fingerabdrücke und Fotos gemacht wurden, stellten die Kölner Ermittler fest, dass die Fingerabdrücke des 23-Jährigen zu Spuren vom Tatort in der Vogesenstraße in Bilderstöckchen passen. Diese Übereinstimmung bringt ihn in direkten Zusammenhang mit den Schüssen auf das Mehrfamilienhaus.
Der Festgenommene soll noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft hat bereits den Erlass eines Haftbefehls wegen dringenden Verdachts des versuchten Mords aus Heimtücke beantragt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Schüsse dauern weiter an.