Schulanfang in Salzgitter: Polizei ruft Autofahrer zu besonderer Vorsicht auf

GS Dürerring

Rund 1.450 Kinder sind im Einzugsgebiet von Salzgitter gerade eingeschult worden – darunter auch Schülerinnen und Schüler in Hohenassel, Sehlde und Elbe. Für viele von ihnen beginnt nun ein neuer Alltag: Sie nehmen regelmäßig als noch unerfahrene Fußgängerinnen und Fußgänger am Straßenverkehr teil. Die Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel hat deshalb eine Schulanfangsaktion gestartet und appelliert an alle Autofahrer, ihre Fahrweise anzupassen.

Im Stadtgebiet und in verschiedenen Ortschaften haben Polizei und Verkehrswacht Banner mit der Aufschrift „Kleine Füße – sicherer Schulweg – Achten Sie auf Kinder“ angebracht. Dabei geht es um eine klare Botschaft: Fahrerinnen und Fahrer sollten ihre Geschwindigkeit anpassen und dazu beitragen, dass Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen.

Ein besonderes Highlight der Aktion sind gelbe Fußabdrücke auf den Gehwegen in der Nähe einiger Schulen. Sie zeigen den Kindern, wo der sichere Schulweg verläuft, und helfen ihnen bei der Orientierung. An der Grundschule Am See und der Grundschule Dürerring markierte Kathrin Lacey, die Verkehrssicherheitsberaterin der Polizeiinspektion, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern den Schulweg. Die Kinder waren aktiv beteiligt und durften selbst die gelbe Farbe auf die Gehwege sprühen – eine Aktion, die nicht nur motivierte, sondern auch wichtige praktische Erfahrungen vermittelte.

Die Polizei weist darauf hin, dass Kinder im Straßenverkehr nicht immer so reagieren, wie Erwachsene es erwarten. Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht zuverlässig einschätzen, lassen sich leicht ablenken und handeln manchmal spontan. Auch Verkehrsregeln müssen sie erst erlernen.

Deshalb sollten Autofahrerinnen und Autofahrer insbesondere im Umfeld von Schulen und auf typischen Schulwegen folgende Regeln beachten: Die Geschwindigkeit reduzieren, besonders in Wohngebieten, an Schulen und Bushaltestellen. Immer bremsbereit sein und jederzeit damit rechnen, dass ein Kind plötzlich die Fahrbahn betritt. Ausreichend Abstand halten, wenn Kinder am Fahrbahnrand unterwegs sind. Mit Fehlern rechnen – Kinder können sich umdrehen, stehen bleiben oder loslaufen, ohne den Verkehr ausreichend zu beobachten.

Weitere wichtige Punkte: Sichtkontakt nicht überschätzen – nur weil ein Kind einen ansieht, bedeutet das nicht, dass es das Fahrzeug oder dessen Geschwindigkeit richtig einschätzt. Bei parkenden Fahrzeugen besonders vorsichtig sein, da Kinder zwischen ihnen nur schwer zu sehen sind. Anhalten, wenn die Situation unklar ist – lieber einmal zu früh bremsen als ein Risiko eingehen. Besonders aufmerksam an Übergängen und Querungsstellen fahren, denn Kinder nutzen sichere Querungsstellen nicht immer zuverlässig. Nicht drängeln oder überholen, wenn ein Fahrzeug vor einem wartet – weder vor einem Zebrastreifen noch wegen eines Kindes.

Gerade in den ersten Wochen nach der Einschulung ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Kinder müssen den Straßenverkehr erst kennenlernen und Erfahrungen sammeln. Erwachsene Verkehrsteilnehmende können ihnen helfen, indem sie vorausschauend, langsam und rücksichtsvoll fahren. Ein kurzer Moment der Aufmerksamkeit kann entscheidend sein.

Die Polizei richtet auch einen Appell an die Eltern: Kinder lernen durch Nachahmung und Wiederholung. Es ist wichtig, das sichere Verhalten im Straßenverkehr mit den Kindern zu üben und den Schulweg gemeinsam zu gehen – so entstehen sichere Gewohnheiten.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Niedersachsen