Mit dem neuen Schuljahr in Bayern am kommenden Dienstag beginnt für viele Kinder ein aufregender Lebensabschnitt – doch der Weg zur Schule birgt Risiken. Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord zieht eine besorgniserregende Bilanz des vergangenen Schuljahres und verstärkt seine Kontrollen im Schulumfeld.
Im Schuljahr 2025/2026 ereigneten sich in Oberbayern Nord 78 Schulwegunfälle, in denen 109 Schüler verletzt wurden. Zwar sank die Zahl der Unfälle gegenüber dem Vorjahr um 12,35 Prozent (2024/2025: 89 Unfälle), doch die Verletztenquote stieg: 2024/2025 wurden 101 Schüler verletzt, 2025/2026 waren es 109. Besonders beunruhigend ist die gestiegene Zahl schwer verletzter Kinder: von 10 auf 11 Fälle. Hinzu kommt ein dramatischer Anstieg der leicht verletzten Schüler von 93 auf 98 Fälle.
Tragisch ist ein Todesfall: Im vergangenen Schuljahr kam erstmals nach sieben Jahren ein Schüler ums Leben. Am 10. Juni 2026 starb ein Kind bei einem Schulbusunfall in Hebertshausen im Landkreis Dachau.
Die Polizei weist auf einen wichtigen Schutzfaktor hin: Wo Schülerlotsen und Schulweghelfer seit 1953 Übergänge sichern, gab es in Bayern keinen einzigen schweren oder tödlichen Schulwegunfall. Dies zeigt die Bedeutsamkeit dieses Einsatzes.
Bei etwa der Hälfte aller Schulwegunfälle waren die Schüler selbst die Verursacher. Die meisten Unfälle (43) ereigneten sich auf der Fahrbahn, gefolgt von Radwegen (17) und Gehwegen (10). Zeitlich konzentrieren sich 59 Prozent aller Unfälle (46 Fälle) auf Schulbeginn und -ende – zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 13 und 14 Uhr. Die Altersgruppe der 8- bis 13-Jährigen war am häufigsten betroffen. Als Verkehrsteilnehmer waren Radfahrer am meisten in Schulwegunfälle verwickelt (44 Fälle), danach folgten Fußgänger (24).
Die Polizei appelliert eindringlich an die Eltern: Schulanfänger können Gefahren noch nicht richtig einschätzen. Sie verstehen nicht, wie lange ein Fahrzeug zum Bremsen braucht, und können Entfernungen sowie Geschwindigkeiten nicht realistisch beurteilen. Eltern sollten ihre Kinder gezielt auf den Schulweg vorbereiten und selbst mit gutem Beispiel vorangehen – Erwachsene sind Vorbilder.
Alle Verkehrsteilnehmer sind aufgefordert, mit erhöhter Aufmerksamkeit und Bremsbereitschaft zu fahren. Auch wenn Kinder ein Auto optisch wahrgenommen haben, können sie trotzdem plötzlich loslaufen. Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord wird im Schulumfeld verstärkte Verkehrskontrollen durchführen und wünscht allen Schulanfängern und ihren Eltern einen sicheren Schulbeginn.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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