Schusswaffeneinsatz in Stader Jugendhilfeeinrichtung: Sechs Tote

(Symbolbild)

Ein Tötungsdelikt in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade hat am Mittag des 29. Juni 2026 sechs Menschen das Leben gekostet. Gegen 12 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. In der Einrichtung an der Dankersstraße 29 waren Schüsse gefallen.

Die Polizei rückte unmittelbar mit mehreren Streifenwagenbesatzungen an. Nach der Sicherung des Objektes stellten die Einsatzkräfte zunächst vier Tote fest. Während der Reanimationsmaßnahmen am Einsatzort verstarb eine weitere Person, eine sechste Person erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Bei den Opfern handelt es sich um sechs getötete Erwachsene aus dem Umfeld der Jugendhilfeeinrichtung – vier Frauen und zwei Männer.

Der Täter wurde unmittelbar nach direkter Verfolgung durch die Polizei in einem Pkw festgenommen. Die Einsatzkräfte stellten eine Schusswaffe sicher, die der Mann mit sich führte. Durch das schnelle Handeln der Beamten konnte eine weitere Gefährdung der Bevölkerung verhindert werden.

Der Tatverdächtige ist 45 Jahre alt, wurde in Deutschland geboren, besitzt die türkische Staatsbürgerschaft und wohnt im Raum Hannover. Das Motiv liegt nach bisherigem Erkenntnisstand im familiären Umfeld. Der Mann hatte in der Jugendhilfeeinrichtung einen Termin mit verschiedenen Mitarbeitern zum Sorgerecht seiner drei Monate alten Tochter vereinbart. Die Tochter war zum Zeitpunkt der Tat zusammen mit ihrer 34 Jahre alten Mutter in der Einrichtung anwesend. Das Kind wurde in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Die Mutter befindet sich noch in polizeilichen Maßnahmen.

Darüber hinaus nahm die Polizei eine 65-jährige Frau in Gewahrsam. Sie war Fahrerin des Fluchtfahrzeugs und weist nach aktuellem Ermittlungsstand eine enge Verbindung zur Familie des Täters auf.

Die umfangreichen polizeilichen Maßnahmen zur Spurensicherung und -auswertung sowie weitere Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Die Polizeidirektion Lüneburg stellte sich am Abend des 29. Juni zur Pressekonferenz um 19:30 Uhr den Fragen zur Tat.

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