Schwarzfahrer mit 12 Identitäten: Haftbefehl führt zu 75 Tagen Gefängnis

Eine Streife der Bundespolizei am Bahnsteig am Bahnhof Harburg auf dem Weg zu einem Metronom-Zug- Foto-Quelle: Symbolfoto: Bundespolizeiinspektion Hamburg-

Ein 46-jähriger Serbe ist am Sonntagabend im Bahnhof Hamburg-Harburg festgenommen worden, weil er wegen Schwarzfahrens kontrolliert wurde und sich dabei als per Haftbefehl gesuchter Computerbetrüger entpuppte. Der Mann muss nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen verbüßen.

Der Vorfall begann am 12. Mai gegen 23.06 Uhr in einem Metronom-Zug auf der Fahrt von Winsen (Luhe) nach Hamburg. Der 46-Jährige konnte dem Zugpersonal keinen gültigen Fahrschein vorzeigen und weigerte sich auch, sich für eine Fahrpreisnacherhebung auszuweisen. Daraufhin forderte das Zugpersonal bei der Einfahrt in den Bahnhof Harburg eine Streife der Bundespolizei zur Unterstützung an.

Als die Beamten die Personalien des Mannes überprüften, stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Der 46-Jährige war wegen Computerbetrugs verurteilt worden und hatte eine Geldstrafe samt Verfahrenskosten von rund 3.900 Euro nicht bezahlt. Ende Januar 2026 hatte die Staatsanwaltschaft Berlin deshalb einen Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Besonders brisant: Der Mann ist der Polizei bereits bestens bekannt. Bei früheren polizeilichen Kontrollen hatte er insgesamt zwölf verschiedene falsche Identitäten verwendet, um seine wahre Identität zu verschleiern. Diese Täuschungsversuche blieben jedoch erfolglos.

Nach seiner Festnahme wurde der 46-Jährige gefesselt zum Bundespolizeirevier im Bahnhof Harburg gebracht. Ein hinzugezogener Arzt stellte seine Gewahrsamsfähigkeit fest. Ein Atemalkoholtest verlief negativ. Der Manngebrachte die Zeit bis zu seiner Überführung in eine Haftanstalt in einer Gewahrsamszelle der Bundespolizei.

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