Schwere Ausschreitungen in Belfast nach Protesten gegen Messerangriff – 62 Feuerwehreinsätze in einer Nacht

via dts Nachrichtenagentur

In der nordirischen Hauptstadt Belfast haben schwere Ausschreitungen die Stadt erschüttert, nachdem rechte Aktivisten zu Protesten gegen einen Messerangriff aufgerufen hatten. Maskierte Personen setzten in der Nacht zu Mittwoch Fahrzeuge und Häuser in Brand und blockierten Straßen in und um Belfast.

Auslöser der Unruhen war die polizeiliche Anklage eines 30 Jahre alten Mannes aus dem Sudan wegen versuchten Mordes. Der Messerangriff hatte sich am Montagabend im Norden von Belfast ereignet und ein Opfer mit kritischen Verletzungen zurückgelassen. Ein Video des Angriffs war zuvor verbreitet worden, was rechte Aktivisten zu Demonstrationen veranlasste.

Die Feuerwehr von Nordirland erlebte einen „hektischen Abend“ und musste zwischen 19 Uhr und Mitternacht am Dienstag zu 62 Einsätzen ausrücken. Der beschuldigte 30-Jährige soll am Mittwoch vor dem Magistratsgericht in Belfast erscheinen.

Nordirlandminister Hilary Benn verurteilte die Gewalt scharf und erklärte nach den Unruhen am Dienstag, dass es „keinerlei Rechtfertigung für diese Art von Zerstörung und Rowdytum“ gebe.

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