Schwerer Unfall auf A38: Sattelzug durchbricht Schutzplanke nach Reifenplatzer

(Symbolbild)

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A38 bei Allstedt hat am Dienstag zu stundenlangen Vollsperrungen und einem Sachschaden von rund 100.000 Euro geführt. Ein 52-jähriger polnischer Lkw-Fahrer wurde dabei schwer verletzt.

Gegen 17.15 Uhr fuhr der Mann mit seinem Sattelzug auf der A38 Richtung Leipzig, als kurz hinter der Anschlussstelle Allstedt ein Reifen der Zugmaschine platzte. Die Fahrzeugkombination begann sich aufzuschaukeln, geriet ins Schleudern und durchbrach teilweise die Mittelschutzplanke. Der Lkw kam schließlich auf der Seite zum Liegen.

Der Fahrer erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Auf beiden Richtungsfahrbahnen verteilten sich Trümmerteile, außerdem traten Betriebsstoffe und die Ladung – Pflanzsubstrat und Erde – aus.

Die Bergungsarbeiten erstreckten sich über fast 16 Stunden. Die Fahrbahn Richtung Leipzig war ab etwa 17.20 Uhr voll gesperrt. Ab 21 Uhr musste auch die Gegenfahrbahn Richtung Göttingen komplett gesperrt werden. Erst gegen 8.50 Uhr am Mittwoch konnten beide Vollsperrungen aufgehoben werden. Der Verkehr wird seitdem auf dem rechten Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt, da die Reparaturarbeiten an der Mittelschutzplanke noch andauern.

In einem separaten Vorfall kontrollierte die Polizei am Dienstagabend um 19 Uhr auf dem Ernst-Barlach-Ring in Halle einen Kia. Die Überprüfung des 30-jährigen deutschen Fahrers ergab eine ganze Reihe von Verstößen: Er besaß keine gültige Fahrerlaubnis, das Auto war außer Betrieb gesetzt, nicht versichert und als gestohlen gemeldet. Die angebrachten Kennzeichen gehörten nicht zu dem Fahrzeug und waren ebenfalls gestohlen. Im Kofferraum fanden die Beamten die ursprünglich für den Kia ausgegebenen Kennzeichentafeln – auch diese standen zur Fahndung. Ein Drogentest bei dem Mann fiel positiv aus. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest und stellte das Auto samt Kennzeichen sicher.

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