Schwerer Unfall nach aggressivem Überholmanöver auf Paderborner Straße

(Symbolbild)

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Paderborner Straße zwischen Verl und Friedrichsdorf ist am Donnerstagnachmittag ein 49-jähriger Autofahrer schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich am 16. April um 16.15 Uhr, als ein 58-jähriger Mann aus Bielefeld mit seinem Audi ungebremst in einen abbiegenden Ford krachte.

Nach den Ermittlungen der Polizei war der Audi-Fahrer aus Verl in Richtung Friedrichsdorf unterwegs, als es zu dem folgenschweren Zusammenstoß kam. Zeugen berichteten, dass der 58-Jährige bereits vor dem Unfall durch eine sehr aggressive Fahrweise aufgefallen war – mit mehrfachem riskantem Überholen und engem Einordnen ohne ausreichenden Sicherheitsabstand.

In Höhe eines landwirtschaftlichen Betriebs, kurz vor der Ortschaft Friedrichsdorf, wollte ein 49-jähriger Mann aus Rheda-Wiedenbrück mit seinem Ford nach links auf ein Privatgrundstück abbiegen. Genau in diesem Moment versuchte der Audi-Fahrer, sowohl die hinter dem Ford fahrenden Autos als auch den Ford selbst zu überholen. Dabei kam es zur ungebremsten Kollision zwischen beiden Fahrzeugen.

Durch die Wucht des Aufpralls rutschten beide Autos gegen einen am linken Straßenrand stehenden Baum. Der Ford-Fahrer war nach dem Crash in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von Kräften der Feuerwehr befreit werden. Der Rettungsdienst brachte den 49-Jährigen anschließend zur stationären Behandlung in ein Bielefelder Klinikum. Auch der 58-jährige Unfallverursacher ließ sich ambulant in einem Gütersloher Krankenhaus behandeln.

Die Paderborner Straße blieb für die Unfallaufnahme bis etwa 21.40 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr aus Verl und Friedrichsdorf wurde abgeleitet. Ein Verkehrsunfall-Team des Polizeipräsidiums Bielefeld übernahm die qualifizierte Aufnahme am Unfallort, während ein beauftragtes Abschleppunternehmen die stark beschädigten Fahrzeuge barg und abtransportierte.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bielefeld stellte die Polizei beide Autos sowie das Mobiltelefon des 58-jährigen Audi-Fahrers als Beweismittel sicher. Den geschätzten Gesamtsachschaden beziffern die Ermittler auf rund 19.000 Euro.