Sechs Jahre altes Kind stirbt nach schwerer Misshandlung – 27-Jähriger in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Ein sechs Jahre altes Kind ist am Montagnachmittag in einer Klinik an schweren Kopfverletzungen gestorben. Die Polizei ermittelt gegen den 27-jährigen Lebensgefährten der Mutter wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Der Deutsche sitzt seit Montag in Untersuchungshaft.

Der Fall begann am Sonntag, 7. Juni 2026, als der Rettungsleitstelle im Osternienburger Land ein Kindernotfall gemeldet wurde. Ein Rettungshubschrauber brachte das schwer verletzte Kind in eine Klinik. Dort stellten Rechtsmediziner schwerwiegende Kopfverletzungen fest, die nach vorläufiger ärztlicher Einschätzung nicht mit einem Unfall vereinbar sind. Die Klinik informierte daraufhin die Polizei.

Noch am Sonntagabend durchsuchte die Polizei die Wohnung des 27-jährigen Beschuldigten mit Unterstützung der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes. Der Mann wurde festgenommen. Am Montag stellte die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau Haftantrag gegen den nicht vorbestraften Deutschen. Das Amtsgericht Köthen erließ Haftbefehl – der 27-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Nach dem Tod des Kindes hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion beantragt, um die genaue Todesursache festzustellen. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau ordnete die Leichenöffnung an, die zeitnah erfolgen soll. Das Fachkommissariat 2 der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau führt die Ermittlungen, die sich noch in einem frühen Stadium befinden.

Die Ermittlungsbehörden warnen vor Vorverurteilungen in sozialen Medien. Dort würden bereits Bewertungen veröffentlicht sowie unbefugt Fotos und personenbezogene Daten verbreitet. Die Polizei prüft strafrechtliche Schritte gegen solche Verstöße gegen Persönlichkeitsrechte. Zeugen werden gebeten, sich direkt an die Ermittlungsbehörden zu wenden statt Hinweise in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen.

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