Ein 33-jähriger Herforder ist am Freitagvormittag auf der Autobahn 2 bei Bielefeld nach einem Sekundenschlaf auf einen vorausfahrenden Sattelzug aufgefahren. Der Unfall ereignete sich gegen 15:25 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Hannover, zwischen den Anschlussstellen Bielefeld Ost und Ostwestfalen/Lippe.
Der Fahrer erlitt bei dem Auffahrunfall leichte Verletzungen. Sein Opel wurde schwer beschädigt und musste abgeschleppt werden. Der Sattelzug des 48-jährigen polnischen Fahrers blieb fahrbereit. Der Gesamtschaden wird auf 40.000 Euro geschätzt.
Die Unfallaufnahme führte zu erheblichen Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses. Zunächst war die komplette Richtungsfahrbahn Hannover gesperrt. Ab 16:15 Uhr konnte nur noch der rechte Fahrstreifen freigegeben werden. Um 16:50 Uhr war die Fahrtrichtung wieder vollständig frei.
Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet. Im Zusammenhang mit dem Unfall warnt die Behörde vor den Gefahren von Müdigkeit im Straßenverkehr: Wer bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde nur drei Sekunden einschläft, legt bereits eine Strecke von 83 Metern zurück – ohne Kontrolle über das Fahrzeug. Die Polizei empfiehlt, bei Anzeichen von Müdigkeit sofort auf dem nächsten Parkplatz anzuhalten und eine Pause einzulegen.