In Sömmerda haben zwei unbekannte Männer am Mittwoch einen Senior um insgesamt 10.000 Euro betrogen. Die Täter gaben sich als Handwerker aus und behaupteten, einen Wasserschaden am Haus des Mannes reparieren zu müssen.
Zwischen 15:30 und 16:00 Uhr sprachen die beiden Betrüger den Geschädigten in der Gartenstraße an. Sie boten an, den angeblichen Wasserschaden zu reparieren und forderten für die Materialkosten 4.500 Euro. Der Senior holte das Bargeld aus seiner Wohnung und übergab es den Unbekannten in einem Briefumschlag. Dabei beobachteten die Täter offenbar genau, wo der Mann weiteres Geld aufbewahrte.
Anschließend entwendeten sie unbemerkt einen zweiten Briefumschlag mit 5.500 Euro und flüchteten. Der Gesamtschaden beträgt somit 10.000 Euro.
Bei der Anzeigenaufnahme beschrieb der Geschädigte die Täter folgendermaßen: Der erste Mann war kräftig, hatte kurze hellbraune Haare und trug eine grün-blaue Arbeitshose sowie ein helles, kurzärmeliges Oberteil. Der zweite Täter war klein und schlank, trug eine Brille, ein weißes T-Shirt, eine schwarze Weste, eine schwarze Hose sowie blaue Stoffturnschuhe. Er hatte kurze dunkle Haare und sprach mit leichtem Akzent.
Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu den beiden Männern oder einem möglichen Fahrzeug machen können. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Sömmerda unter der Telefonnummer 0361/5743-25100 und der Vorgangsnummer 0144382 entgegen.
Die Beamten warnen vor dieser Betrugsmasche: Falsche Handwerker nutzen häufig einen angeblich dringenden Schaden wie einen Wasserrohrbruch, um sich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. In der Wohnung lenken sie ihre Opfer ab, suchen nach Wertsachen oder verlangen sofort Geld für angebliche Materialkosten.
Die Polizei rät, keine unangekündigten Handwerker in die Wohnung zu lassen. Man sollte immer prüfen, ob tatsächlich ein Auftrag besteht und bei Hausverwaltung, Vermieter, Stadtwerken oder der angeblich beauftragten Firma nachfragen. Dabei sollte man nicht die an der Haustür genannte Telefonnummer verwenden, sondern die Nummer selbst heraussuchen. Kein Bargeld an der Haustür übergeben und sich nicht unter Druck setzen lassen. Bei verdächtigen Personen oder angeblichen Notfällen sollte die Polizei unter 110 informiert werden.