Ein Betrüger hat eine Seniorin aus Schmalkalden am Dienstagabend um insgesamt 54.000 Euro gebracht. Der Unbekannte rief die Frau gegen 18:00 Uhr an, gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete, die Polizei habe in ihrer Nachbarschaft eine ausländische Einbrecherbande festgenommen. Der Name der Angerufenen sei dabei aufgetaucht, weshalb er sie warnen wolle.
Der Betrüger befragte die Seniorin nach ihren Vermögenswerten und überredete sie schließlich, 34.000 Euro Bargeld an einen Mann abzugeben, der an ihrer Wohnanschrift erschien. Der Unbekannte war etwa 30 bis 40 Jahre alt. Zusätzlich übergab die Frau dem Täter ein Sparbuch im Wert von etwa 20.000 Euro. Der Anrufer hielt die Seniorin bis etwa 22:00 Uhr am Telefon — vermutlich um dem Abholer Zeit zur Flucht zu geben.
Nach dem Telefonat erkannte die Frau den Betrug und meldete den Vorfall der echten Polizei. Die Suhler Kriminalpolizei handelte schnell: Das Sparbuch konnte gesperrt werden, sodass die Täter das Geld nicht mehr abheben konnten. Wer das Bargeld in bar erhalten hat, bleibt unklar.
Die Polizei warnt vor dieser Masche: Echte Polizisten holen niemals Wertgegenstände oder Bargeld bei Ihnen zu Hause ab, um diese zu verwahren. Im Zweifelsfall sollten Sie den Anrufer unterbrechen, auflegen und die Polizei selbst unter 110 anrufen.
Betrugsfälle in Thüringen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 18.702 Betrugsfälle, das sind 890 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Thüringen schlechter als der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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